Hellekamp ruft beim SV Lippramsdorf den Abstiegskampf aus: Worauf kommt es jetzt an?

hzFußball: Bezirksliga

Nur knapp steht der SV Lippramsdorf in der Bezirksliga noch über dem Strich. Nur das bessere Torverhältnis trennt das Team von Michael Hellekamp aktuell noch von einem Abstiegsplatz.

Lippramsdorf

, 16.10.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Siege, ein Unentschieden und sechs Niederlagen - mit zehn Punkten liegt der SV Lippramsdorf auf Rang 13 der Fußball-Bezirksliga. Nur das bessere Torverhältnis trennt das Team von Trainer Michael Hellekamp aktuell von einem Abstiegsplatz. Dementsprechend „hat für uns der Abstiegskampf begonnen, wir brauchen da nicht drum herum reden“, sagte Lippramsdorfs Trainer schon am Sonntag. Doch worauf kommt es für seine Mannschaft nun an?

„Nach einem Drittel der Saison kann man erkennen, wo die Reise hingeht“, erklärt Hellekamp. Dementsprechend würde alles andere als der Abstiegskampf nicht der Realität entsprechen. „Wir haben es nicht geschafft, eine gewisse Konstanz reinzubringen“, sagt Hellekamp.

Noch keine zwei Siege in Folge

So gelangen dem LSV noch keine zwei Siege in Folge in dieser Saison. Nach dem 2:0-Erfolg gegen den SC Reken folgte am Sonntag eine 0:2-Niederlage gegen Billerbeck. „Phasenweise haben wir es gegen Billerbeck echt gut gemacht, aber das spiegelt sich nicht im Ergebnis wieder“, sagt der LSV-Trainer. So habe sich sein Team auch gute Torchancen erspielt, aber diese nicht genutzt.

Und so standen er und seine Mannschaft am Sonntag ohne die wichtigen „big points“ dar. „Auch Vreden und Olfen waren Teams auf Augenhöhe“, erklärt der Trainer. „Irgendwann müssen wir gegen die Mannschaften gewinnen.“ Gegen beide Teams verlor der LSV jeweils mit 0:1.

„Das hat sicherlich ganz unterschiedliche Gründe“, erklärt Hellekamp. Zum einen sei der Kader relativ klein, zudem habe das Team nach den ausbleibenden Erfolgen nicht das Selbstvertrauen.

Hellekamp muss häufig improvisieren

Personell muss Lippramsdorfs Trainer häufig improvisieren: „Ich muss die Spieler puzzlemäßig hin- und herschieben“, erklärt er. Vor allem in der Abwehrkette drückt personell etwas der Schuh beim LSV. „Seit Wochen bricht mir fast die komplette Defensivabteilung weg“, erklärt Hellekamp. „Es ist schwer, das mit Spielern auszugleichen, die offensiver ausgerichtet sind.“ Und so fehlen unter anderem Tim Vierhaus seit sechs Wochen, Lukas Hardegen und Jonas van Buer seit ungefähr fünf Wochen. Am Sonntag fehlte Nils Hardegen zudem gesperrt, Stefan Schild verletzte sich in der Vorwoche gegen Reken und wird wohl fünf Wochen fehlen.

Personell wird es kurzfristig also nicht besser beim LSV. „Wir müssen zu aller erst mit den fußballerischen Grundtugenden anfangen und die Woche für Woche an den Tag legen“, sagte der Trainer. Gegen Billerbeck sei Einstellung und Laufbereitschaft voll zu erkennen gewesen. „Die Jungs sind zusammengeschweißt“, sagt er. Eine Patent-Lösung gebe es für sein Team nicht. Aber: „Wir arbeiten an unserer Abschlussschwäche. Uns fehlt die Durchschlagskraft“, sagt Hellekamp.

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