Hochgeschwindigkeitsschach in Haltern: Der KKC kämpft um den Bundesliga-Aufstieg

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Am Ende lagen sich die Spieler des KKC Haltern jubelnd in den Armen. Beim Turnier im eigenen Vereinsheim belegte das Team Rang zwei. Nun kämpft der KKC um den Bundesliga-Aufstieg.

Haltern

, 22.10.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Vereinsheim des KKC Haltern an der Weseler Straße war am Samstag Treffpunkt der besten Senioren Kickersportler aus ganz Nordrhein-Westfalen. Bei den Landesmeisterschaften der Senioren ging es neben dem Landesmeistertitel auch um den einzigen Relegationsplatz zum Aufstieg in die Bundesliga. Marc Jost, der Vorsitzende des Vereins, hatte erneut das Turnier nach Haltern geholt.

An den vereinseigenen Tischen wurde parallel im Modus „Add Up“ gespielt. Gezählt wurde bis 32 Tore einer Mannschaft. In jeder Begegnung gab es acht Spiele, vier Einzel und vier Doppel. Gemeldet waren neben dem Halterner KKC das Team Lokomotive Styrum aus Mülheim, Paderwahn Paderborn, Foosvolk Dortmund und die Kicker Giants aus Mönchengladbach.

Höchste Spielklasse

Da die Kickers Giants aktuell schon in der Bundesliga spielen, wurden diese auch als Sieganwärter gehandelt. Deshalb war für die restlichen Starter der zweite Platz das entscheidende Ziel. Damit hätte das Team dann die Relegationshürde geschafft und könnte um den Einzug in die höchste Spielklasse kämpfen.

Kickern auf diesem Niveau ist wie Hochgeschwindigkeitsschach, besonders wenn Topspieler aufeinandertreffen. Wer da nicht in Bestform antritt, hat bei einem über viele Stunden dauernden Turnier keine Chance auf den Titelgewinn.

Der Vorsitzende Jost konnte in diesem Jahr bei der Mannschaftsaufstellung in „die Vollen“ gehen, denn mittlerweile spielen alle auf einem vergleichbar hohen Level und mit Spielertrainer Rainer Lauterfeld war auch sein bester Mann an Bord.

32:28-Erfolg gegen Mülheim

Hochmotiviert traten die Halterner zum ersten Match gegen die Mülheimer an den Tisch, ließen von Beginn keine Zweifel an ihrer Stärke aufkommen und bezwangen die Gegner mit 32:28 .

Die Niederlage gegen den aktuellen Bundesligisten „Kickers Giants“ war eingeplant. Im dritten Match gegen Paderborn gingen die Halterner erneut in Führung, machten es danach aber noch einmal spannend. Die Partie endete mit 31:31.

Nach jeder Begegnung stellte Jost, der erstmalig auch selbst aktiv mitspielte, die Mannschaft neu zusammen. So standen immer frische Männer am Tisch und alle bekamen Einsatzzeit. Diese Taktik sollte sich dann auch im letzten Match gegen die Dortmunder auszahlen.

Stefan Groß-Onnebrink brachte den KKC in seinem Einzel mit 28:24 in Führung. „Beim letzten Ball war der Keeper noch dran, aber die Murmel ging dann doch rein“, sagte er. Im letzten Doppel gelang dann Verteidiger Schürmann der erste Treffer und danach lies Lauferfeld dem Gegner keine Chance mehr.

„Haben wir jahrelang hingearbeitet“

Er versenkte zwei Bälle nacheinander und erzielte danach den Siegtreffer zum 32:26-Endstand. Jetzt lagen sich die Halterner jubelnd in den Armen, denn damit war der KKC sicherer Zweiter und hatte der Relegationsplatz erreicht.

„Darauf haben wir alle jahrelang hingearbeitet“, sagte Jost. Michael Hoffman aus Dortmund nahm es gelassen: „Wir sind als neues Team hierhergekommen, um Erfahrung zu sammeln und haben einen super Gastgeber erlebt“. Die Kickers Giants wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

KKC-Sportwart Guido Redemann brachte es am Ende auf den Punkt: „Es war ein rundum gelungener Tag mit ursprünglichem Kickerfeeling.“

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