Der spielende Co-Trainer Nils Unger (M.) und BW Lavesum stecken den Kopf trotz des Fehlstarts noch nicht in den Sand. © Jürgen Patzke
Fußball

Horrorstart für BW Lavesum – Aber was sind eigentlich die Gründe dafür?

Drei Spiele, drei Niederlagen. Die bittere Bilanz ist für BW Lavesum pure Realität. Wir sind auf Ursachenforschung gegangen und haben dabei mit Co-Trainer Nils Unger ausführlich gesprochen.

Null Punkte, neun Tore kassiert und nur ein einziges selbst geschossen. Der Start in die neue Spielzeit hätte für BW Lavesum nach der zuletzt Corona-bedingten Saisonannullierung nicht schlechter sein können. Der B-Ligist taumelt einem ungemütlichen Fußballjahr entgegen.

Aber wieso überhaupt? Auch wenn die Vorbereitung der Lavesumer nicht durchweg erfolgreich war, so gab es unter anderem auch ein 3:3-Unentschieden im Testspiel gegen den A-Ligisten vom TuS Sythen. Doch seit eben jenem Freundschaftskick am 12. August, wartet das Team um Trainer Michael Ecker auf ein richtiges Erfolgserlebnis.

Vor der 3:0-Auswärtsniederlage am vergangenen Spieltag bei der Zweitvertretung von SuS Olfen, sagte Ecker noch, dass er mit der Leistung seiner Mannen im Training bisher sehr zufrieden sei und sich nur nicht erklären kann, wieso es nicht auch unter Wettkampfbedingungen umgesetzt werden könne.

Noch herrscht keine Ratlosigkeit bei BW Lavesum

Auch sein Co-Trainer Nils Unger, der Ecker aktuell für ein paar Tage vertritt, tut sich schwer, das Epizentrum der Negativserie ausfindig zu machen und hat dennoch keineswegs aufgegeben. „Ich weiß auch nicht, wieso wir die Qualität und das Potenzial – was durchaus vorhanden ist – nicht umgesetzt bekommen. Die Stimmung in der Truppe stimmt jedenfalls“, so Unger.

Ein Aspekt, der mit Sicherheit eine Rolle spielt, nennt Unger aber auch: „Wir haben einige Verletzte, ein paar angeschlagene Spieler und eine Rotsperre. Dadurch fehlt in unserer jungen Mannschaft aktuell einfach auch der ein oder andere erfahrene Spieler. Irgendwie hakt deswegen ein Schalter im Kopf, der noch nicht umgelegt wurde.“

„Die jungen Spieler dürfen sich ruhig trauen, auch in so einer Situation Verantwortung zu übernehmen“

Doch alles nur von den gestandenen Teamkameraden abhängig zu machen – das weiß auch Unger – wäre zu einfach und deshalb appelliert er auch an die jüngere Generation: „Die jungen Spieler dürfen sich ruhig trauen, auch in so einer Situation Verantwortung zu übernehmen. Aber leider fehlt es daran momentan noch ein wenig.“

Dass die „jungen Wilden“ die Misere aber nicht komplett alleine stoppen können, ist Unger natürlich bewusst. Deswegen hofft er in den kommenden Wochen auf die Trendwende und hat da auch schon ein Rezeptvorschlag: „Wichtig ist jetzt ein Erfolgserlebnis und wir brauchen im Spiel auch einfach mal das Quäntchen Glück. Es muss trotzdem aber auch ein Ruck durch die Mannschaft gehen und jeder muss es hinbekommen, dass er seine Motivation noch einmal erhöht.“

Denn dann, da ist sich auch Unger sicher, wird auch der Erfolg zurück in den Lavesumer B-Liga-Fußball zurückkehren. „Wir müssen weiterhin bock auf Fußball haben. Die Mannschaft ist super. Wir werden daran arbeiten und jetzt nicht auf die Jungs draufhauen“, meint der stellvertretende Übungsleiter abschließend.

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