Der HSC empfängt den Favoriten - der steht schon mächtig unter Druck

hzHandball: Oberliga

Der HSC Haltern-Sythen steht vor seinem ersten Heimspiel der Saison. Der Gegner, die Sportfreunde Loxten, ist ambitioniert. Doch er musste auch schon einen großen Dämpfer verkraften.

Haltern

, 09.10.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem 28:26-Sieg beim Aufsteiger TuS Bommern spielt der HSC Haltern-Sythen nun erstmals in dieser Oberliga-Saison vor heimischem Publikum. Der nächste Gegner der Halterner ist jedoch „ein ganz anderes Kaliber als Bommern“, sagt HSC-Trainer Gerard Siggemann, der in Zukunft auf einen seiner Spieler verzichten muss. Er läuft nun für die zweite Mannschaft auf.

Personell sieht es bei den Halternern dennoch gut aus. Nur Marc Mühlenbrock fehlt neben dem langzeitverletzten Philipp Wolak. Mühlenbrock könne aufgrund seiner Ausbildung derzeit keinen allzu großen Aufwand betreiben, so sein Trainer, der seiner Bitte, in die zweite Mannschaft zu gehen, nachkam.

Halterns Gegner hat die größten wirtschaftlichen Möglichkeiten

Sonst sind wahrscheinlich alle Spieler dabei. Siggemanns Team trifft auf einen Gegner, der schon nach einem Spieltag enorm unter Druck steht. „Sie haben völlig unerwartet verloren“, sagt der HSC-Trainer über Loxten. In der Halterner Oberliga-Staffel seien die Sportfreunde der Top-Favorit.

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Doch zuletzt unterlagen sie dem TuS Ferndorf II mit 26:29. „Da muss man jetzt abwarten, ob sie das beflügelt oder noch mehr unter Druck setzt“, so Gerard Siggemann. Loxten habe „bei Weitem die größten wirtschaftlichen Möglichkeiten“.

Einen großen Umbruch, mit dem der Fehlstart erklärt werden könnte, gab es nicht. „Das ist die Truppe aus dem letzten Jahr.“ Darüber hinaus hat sich Loxten sogar noch mit einigen weiteren guten Spielern verstärkt - unter anderem von der TSG Altenhagen-Heepen, die die vergangene Saison auf Platz drei - direkt hinter Loxten - beendet hatte.

Die Sportfreunde haben sogar aus zwei Gründen großen Druck, gegen den HSC zu gewinnen. Zum einen würde eine zweite Niederlage den Fehlstart endgültig besiegeln. Zum anderen nehmen die Oberliga-Teams einen Teil ihrer Punkte mit in die Aufstiegs- und Abstiegs-Playoffs. Daher ist es für Loxten mit Blick auf einen möglichen Aufstieg umso wichtiger, nun zu punkten.

Loxtens Rückraum-Achse „ist eine der besten der Liga“

Der HSC Haltern-Sythen hat dagegen deutlich weniger Druck. „Wir können befreit aufspielen“, sagt Gerard Siggemann. Sollte es seinem Team gelingen, gegen den Favoriten zu punkten, würde er sich über „Bonuspunkte“ freuen, sagt er. Denn eingeplant habe er sie gegen Loxten nicht.

Damit die Halterner einen oder zwei dieser Bonuspunkte holen können, müssen sie sich allerdings im Vergleich zum Bommern-Spiel noch mal steigern. „Wir hatten da für unsere Verhältnisse überdurchschnittlich viele technische Fehler“, erklärt Siggemann. Das sei aber aufgrund der geringeren Trainingszeit durch die Corona-Pandemie normal. „Und das Problem haben alle anderen auch.“

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Ein weiterer Punkt, der sich verbessern muss: „Die Abwehr wird extrem gefordert sein.“ Vor allem die Rückraum-Achse von Loxten lobt Halterns Coach. „Das ist eine der besten der Liga.“ Sein Team ist also gewarnt.

  • Anwurf: Samstag, 19.30 Uhr, Holtwicker Straße 3, Haltern am See
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