Entscheidung in letzter Sekunde HSC Haltern-Sythen feiert auf dramatische Weise ersten Sieg

Redakteur
Sam Ramin (r.) und der HSC Haltern-Sythen haben erstmals in dieser Saison in der Oberliga gepunktet.
Sam Ramin (r.) und der HSC Haltern-Sythen haben erstmals in dieser Saison in der Oberliga gepunktet. © Manuela Schwerte
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Lange musste Daniel Schnellhardt auf seinen ersten Oberliga-Sieg mit dem HSC Haltern-Sythen warten, im siebten Spiel klappte es nun endlich: Gegen die HVE Villigst-Ergste gewannen die HSC-Herren mit 26:25 (17:11) und holten damit ihre ersten Punkte der Saison.

In allerletzter Sekunde traf Johannes Beumer zum 26:25 für die Halterner. Der Sommer-Rückkehrer reagierte am schnellsten und überrumpelte die Schwerter Verteidigung mit seinem direkten Freiwurf ins rechte Eck.

Zuvor hatte der HSC eine Sechs-Tore-Führung verspielt, führte zur Halbzeit noch mit 17:11, ehe die Gastgeber zurück in die Partie fanden. „Wir haben eine richtig starke erste Halbzeit gespielt“, stellte Daniel Schnellhardt fest. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann etwas von der Härte von Villigst-Ergste aus dem Konzept bringen lassen.“

Platzwunde bremst Julian Schrief aus

Doch nicht nur die härtere Gangart des Tabellenschlusslichts machte dem HSC in den zweiten 30 Minuten zu schaffen. „Mit zunehmender Spieldauer schwand auch die Kraft“, so der HSC-Trainer, der mit nur acht fitten Feldspielern angereist war. Weitere saßen zwar mit auf der Bank, waren aber nicht einsatzfähig.

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Julian Schrief in der ersten Halbzeit. Der Linkshänder musste mit einer stark blutenden Platzwunde vom Feld, kehrte in der zweiten Halbzeit aber wieder zurück und war am Ende neben Johannes Beumer mit sechs Treffern der torgefährlichste Halterner Spieler.

Schrief war es auch, der in der 59. Minute per Siebenmeter zum 25:25 ausgleichen konnte. Zuvor war die HVE zum dritten Mal in der Schlussphase in Führung gegangen. In der letzten Minute dann das dramatische Ende: Erst traf Villigst-Ergste nur den Innenpfosten, dann folgte sofort der Halterner Gegenangriff, der – genauso wie das Spiel – mit Johannes Beumers Siegtreffer endete.

„Das sind Siege, die wir einfach brauchen – das hat sich die Mannschaft verdient, vor allem nach den schwierigen letzten Wochen“, sagte Daniel Schnellhardt. „Man hat gemerkt, wie danach bei den Jungs ein Knoten gelöst war. Die Stimmung war richtig gut.“ Der Blick des HSC-Trainers ging aber auch schnell wieder nach vorne: „Ich hoffe, der Sieg gibt uns Auftrieb für die nächsten Wochen, die genauso schwierig werden.“

HSC: Beermann, Busche – Kuhlbrodt (4), M. Beumer, J. Mühlenbrock (2), Buschkamp, Schrief (6), Weber (1), Kampf, Gadow (3), Ramin (2), J. Beumer (6), Köppen, Bankwitz (2)

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