HSC Haltern-Sythen muss Pleite beim Tabellenletzten TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck hinnehmen

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Der HSC Haltern-Sythen hat am Samstag gegen Schlusslicht TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck mit 29:30 verloren. Dabei hatte HSC-Coach Gerard Siggemann seine Spieler vor der Partie noch gewarnt.

Haltern

, 26.01.2020, 14:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich alles im Griff gehabt, aber plötzlich die Zügel zu locker gelassen. So könnte man die Auswärtspartie der Oberliga-Handballer des HSC Haltern-Sythen beim Tabellenletzten TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck umschreiben. „Dieser Punktverlust wurmt mich. Das war unnötig“, zeigte sich HSC-Coach Gerard Siggemann auch einen Tag nach der Niederlage noch enttäuscht.

Seine Mannschaft habe zu Beginn gut in die Partie gefunden. Siggemann: „In der ersten Viertelstunde haben wir ganz hervorragend gespielt und tollen Handball gezeigt.“ Das habe sich dann auch im Ergebnis widergespiegelt. So sah nach 17 Spielminuten alles nach einem sicheren Sieg für den HSC aus, nachdem Johannes Beumer auf 13:6 für die Halterner erhöht hatte. Doch plötzlich kippte die Partie.

Einstellung

„Wir haben leider komplett die Spannung verloren. Vielleicht haben wir uns zu sicher gefühlt, die mentale Bereitschaft war jedenfalls nicht mehr ausreichend vorhanden und das hat Bielefeld letztlich wieder ins Spiel gebracht“, haderte Gerard Siggemann mit der Einstellung seiner Mannschaft.

Zur Halbzeit hatte der HSC immerhin noch ein 4-Punkte-Polster, doch in den ersten zehn Minuten nach der Pause konnten die Gastgeber den Anschluss herstellen und den Spielstand ausgleichen (21:21). Hinzu kam, dass es für den HSC jetzt Zeitstrafen hagelte - und zwar fast schon im Sekundentakt. Siggemann: „Das hab ich in dieser Form auch noch nicht erlebt. Da waren aus meiner Sicht auch durchaus fragwürdige Entscheidungen dabei.“

In Unterzahl

Seine Spieler hätten in Phasen des Spiels in zwei- und sogar dreifacher Unterzahl agieren müssen. „Das haben die Jungs weitgehend richtig gut gelöst“, lobte der Coach. Kurz vor Ende der Partie gelang dem HSC der Ausgleich zum 29:29, nachdem die Bielefelder die Partie zuvor zu ihren Gunsten gedreht hatten.

Nahezu mit dem Schlusspfiff erzielte Bielefeld dann schließlich aber doch noch den Siegtreffer zum 30:29-Endstand. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, aber wir haben uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben“, so Siggemann. Er nahm seine Spieler in die Pflicht. „In der nächsten Partie müssen wir wieder 60 Minuten Vollgas zeigen.“

Dabei wird das Team jedoch auf Rückraumspieler Philipp Wolak verzichten müssen. Er hatte sich bereits vor der Partie gegen Bielefeld eine Schulterverletzung zugezogen und wird voraussichtlich bis zu vier Wochen ausfallen.

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