Diese Kartenfarbe ist im Fußball mehr bös als lieb - der SV Hullern hat in den vergangenen Wochen gleich vier Mal Rot gesehen. © picture-alliance/ dpa
Fußball

Hullern-Coach Bafs-Dudzik über die vier Roten Karten: „Dumm und ärgerlich“

Vier Rote Karten in drei Spielen. Eine durchaus kuriose Bilanz, die beim SV Hullern Realität ist. Der Trainer des Teams erzählt, wie es zu der Vielzahl an Platzverweisen überhaupt kommen konnte.

Sportlich läuft es beim SV Hullern derzeit gar nicht mal so schlecht. Nach einem 4:4-Unentschieden zum Auftakt in die neue Saison, gab es am vergangenen Wochenende einen 8:0-Kantersieg über die Zweitvertretung von SuS Bertlich. Gute Laune eigentlich vorprogrammiert.

Nicht so bei Übungsleiter Christoph Bafs-Dudzik, denn in den ersten beiden Ligaspielen und dem vorherigen Pokal-Aus bei der SG Horneburg hagelte es für seine Mannschaft insgesamt vier Rote Karte.

1. Gelb-Rote Karte im Pokalspiel gegen die SG Horneburg, 77. Minute:
“Der Platzverweise war letztendlich Auslegungssache. Die Karte konnte, musste man aber nicht geben. Ein intensiv geführter Zweikampf, den der Schiedsrichter dann gegen unseren Spieler ausgelegt hat“, so Bafs-Dudzik.

2. Rote Karte im Pokalspiel gegen die SG Horneburg, 93. Minute:
In demselben Spiel wurde kurz vor dem Abpfiff ein weiterer Spieler des SV Hullern des Feldes verwiesen. Bafs-Dudzik zu der Situation: „Das war völlig richtig. Da fielen unpassenden Worte gegen den Unparteiischen. Generell lief es da einfach nicht für uns und die Emotionen haben sicherlich auch eine Rolle gespielt.“

3. Gelb-Rote Karte im Meisterschaftsspiel gegen die SG Horneburg, 44. Minute:
„Der Schiedsrichter ist bekannt und wir wussten, dass man gewisse Dinge besser sein lassen sollte. Wir haben zwei Mal das gleich Foulspiel durch Festhalten begangen und wurden somit zurecht bestraft. Die Karte war wirklich dumm“, erzählt Bafs-Dudzik zur dritten Roten Karte innerhalb von zwei Spielen gegen die SG Horneburg.

4. Rote Karte im Meisterschaftsspiel gegen SuS Bertlich II, 90. Minute:
Trotz einer 8:0-Führung lies sich ein Hullerner Akteur zu einem groben Foulspiel hinreißen, was für Bafs-Dudzik auf totales Unverständnis gestoßen ist: „Der Spieler hat versucht an den Ball zu kommen, trifft den Gegner allerdings von hinten mitten in die Kniekehle hinein. Gerade bei dem Ergebnis und dann auch noch in letzter Minute, einfach sau ärgerlich.“

Hullern-Coach Christoph Bafs-Dudzik nimmt seine Spieler trotz der vier Roten Karten in den Schutz, sagt aber auch seine ehrliche Meinung zu den Vergehen.
Hullern-Coach Christoph Bafs-Dudzik nimmt seine Spieler trotz der vier Roten Karten in den Schutz, sagt aber auch seine ehrliche Meinung zu den Vergehen. © Jürgen Patzke © Jürgen Patzke

Trotz der Vielzahl an Feldverweisen weißt Bafs-Dudzik abschließend aber noch einmal auf die Fairness seiner Truppe hin: „Wir sind keine Mannschaft, die unfair spielt. Gut ist jedoch, dass wir diese Saison einen großen Kader haben. Im letzten Jahr hätte ich womöglich das ein oder andere Spiel aufgrund von Spielermangel absagen müssen.“

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