Chris Meyer (r.) kehrt zum SV Hullern zurück - als Wunschspieler von Trainer Christoph Bafs-Dudzik (l.). © SV Hullern
Fußball: Kreisliga C

Hullern-Rückkehrer Meyer: „Den Schritt zu Flaesheim würde ich immer wieder gehen“

Chris Meyer verlässt Flaesheim im Sommer und kehrt zu Hullern zurück. Die Entscheidung fiel ihm nicht leicht, sagt er. Trotz wenig Spielzeit gefiel es Meyer beim A-Ligisten.

Nach zwei Jahren kehrt Chris Meyer zum SV Hullern zurück. Der 28-Jährige wechselt im Sommer von A-Ligist Concordia Flaesheim in die Kreisliga C zu seinem Ex-Verein. Ein Wechsel, der ihm nicht leicht fiel, wie der Spieler selbst gesteht.

Hullerns Trainer Christoph Bafs-Dudzik bezeichnete Meyer zuletzt als seinen Wunschspieler. Dementsprechend groß war auch die Freude bei ihm, als er verkünden konnte, dass der Wechsel fix ist. Mit dem Rückkehrer bekommen die Hullerner einen erfahrenen Spieler.

„Das war ein bisschen der Wunsch von denen“, sagt Chris Meyer, „dass sie ein bisschen mehr Erfahrung in die Mannschaft bekommen“. Ein Wunsch, den der 28-Jährige nicht nur nachvollziehen kann, sondern selbst auch geäußert hat.

Chris Meyer: „Ich glaube, das könnte eine ganz gute Saison werden“

„Es war auch mein Wunsch, dass, wenn wir das angehen, ein bisschen mehr Erfahrung und Feuer reinbringen.“ Das haben die Hullerner nun bereits getan, denn neben ihm wurden mit Dominik Warnat, Daniel Diekamnn und Kay Trzaskawka noch drei weitere erfahrene Spieler verpflichtet.

Durch die bisherigen Neuzugänge habe Hullern in der neuen Saison „eine gute Mischung aus jungen Wilden und erfahrenen Spielern“, sagt Chris Meyer. „Ich glaube, das könnte eine ganz gute Saison werden.“

Chris Meyer (r.) fiel die Entscheidung, Concordia Flaesheim zu verlassen, nicht leicht.
Chris Meyer (r.) fiel die Entscheidung, Concordia Flaesheim zu verlassen, nicht leicht. © Manfred Rimkus (Archiv) © Manfred Rimkus (Archiv)

Doch warum geht er überhaupt zurück nach Flaesheim. Ein Grund sei letztendlich einfach die Spielzeit beim A-Ligisten gewesen. „Ich hätte gerne mehr gespielt“, so Meyer, „das hat in Flaesheim leider nicht so geklappt“.

Meyers Lobeshymne auf Flaesheims Trainer Michael Onnebrink

Ein schlechtes Wort kann er über seinen aktuellen Klub, für den er noch einige Monate spielberechtigt ist, nicht sagen. „Flaesheim war schon geil“, sagt er. In der Mannschaft gebe es einen starken Zusammenhalt, „der Verein und die Truppe ist einfach toll“.

Und wie die Mannschaft ihn aufgenommen habe, „als ich aus Hullern kam, wo wir zuletzt jedes Mal elf Stück kassiert hatten, das war nicht selbstverständlich“, sagt Meyer.

Dementsprechend schwer sei es ihm auch – trotz seiner unbefriedigenden Spielzeiten – gefallen, den Verein wieder zu verlassen. „Ich musste wirklich lange darüber nachdenken“, gesteht er. „Auch wenn ich nicht so viel Spielzeit hatte, war es schwer, sich gegen Flaesheim zu entscheiden.“

Auch Trainer Michael Onnebrink habe eine große Rolle dabei gespielt, dass er sich mit seiner Entscheidung so schwer getan hatte. „‚Onne‘ als Trainer ist überragend, sowohl menschlich als auch sportlich“, erklärt Chris Meyer, der ein „tolles Verhältnis“ zu dem Flaesheimer habe.

„Die Verbundenheit zu Hullern war immer da“

Schon bei Bossendorf hatten die beiden zusammengearbeitet, ehe Onnebrink Meyer dann 2019 erneut von einer Zusammenarbeit überzeugen konnte. Den Wechsel zur Concordia bereut er nicht. „Den Schritt Richtung Flaesheim würde ich immer wieder gehen“, sagt er.

„Hätte ich es nicht versucht, hätte ich ich mir im Nachhinein gedacht, ‚hätte ich es mal gemacht‘.“ Er würde auch jedem, der ihn nach seiner Meinung fragt, empfehlen, zu Flaesheim zu wechseln.

Und mit ein bisschen mehr Glück „und vielleicht auch ein bisschen mehr Können“, sagt Meyer ehrlich, wäre er womöglich auch länger in Flaesheim geblieben. Nun endet das Kapitel aber in wenigen Monaten für ihn.

Im Sommer beginnt dann ein neues bei seinem alten Verein, dem er als Mitglied der Fußball-Abteilung auch nach seinem Abgang treu geblieben war. „Die Verbundenheit zu Hullern war immer da“, sagt Chris Meyer.

Viele seiner zukünftigen Mitspieler kennt er bereits. „Ich habe viele Kollegen in der Mannschaft“, so der Noch-Flaesheimer. „Wenn ich Zeit hatte, war ich auch öfter am Platz.“ Das wird er ab dem Sommer wieder noch häufiger sein – dann aber nicht mehr als Zuschauer, sondern wieder als Spieler.

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Pascal Albert

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