Christoph Bafs-Dudzik, Trainer des SV Hullern, spricht über seine Trainerkarriere und welchen Sport er abseits des Fußballs ausgeübt hat. © Manfred Rimkus
Fußball

Hullerns Coach pausierte vier Jahre lang: „Ich hatte den Kaffee einfach auf“

Christoph Bafs-Dudzik erzählt von seiner Laufbahn als Trainer und einer mehrjährigen Abstinenz vom Fußball. In der Zeit hatte er dann auch mit einer ganz anderen Sportart begonnen.

Seit Ende 2019 hat Christoph Bafs-Dudzik das Traineramt beim SV Hullern inne. Nun spricht Hullerns Coach über seine Trainerkarriere, über Vorbilder, die ihn geprägt haben, und von seiner Zeit, in der er selbst keinen Fußballplatz betreten hat.

Gemeinsam mit Bafs-Dudzik konnten die Hullerner wieder Erfolge feiern. Zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung im Oktober 2020 konnte Bafs-Dudziks Team sich mit zehn Punkten aus sechs Spielen im Tabellenmittelfeld festsetzen.

Bevor der Trainer sich für eine Zusammenarbeit mit dem SV Hullern entschied, war der 48 Jahre alte Trainer bei vielen weiteren Vereinen aktiv. „Ich habe mit 18 als Torwarttrainer bei Meckinghoven angefangen“, so Bafs-Dudzik, der früher selbst im Tor stand.

Bafs-Dudzik entdeckte eine neue Sportart für sich

Anschließend war der Trainer vorwiegend im Jugendbereich aktiv. Er habe D-, C-, B- und A-Jugenden in unterschiedlichen Vereinen trainiert. Unter anderem steht eine Zusammenarbeit mit den Sportfreunden Datteln und Kültürspor Datteln in Bafs-Dudziks Vita.

Christoph Bafs-Dudzik übernahm den SV Hullern in einer schwierigen Situation.
Christoph Bafs-Dudzik übernahm den SV Hullern in einer schwierigen Situation. © Jürgen Patzke (Archiv) © Jürgen Patzke (Archiv)

„Das habe ich dann bis 43 durchgezogen“, so Bafs-Dudzik, der im Jahr 2015 an einen Punkt gelang, wo ihm die Kraft und Freude am Fußball fehlte, um weiterzumachen. „Ich hatte den Kaffee einfach nur auf“, erinnert er sich.

Und so sei aus der geplanten einjährigen Pause eine vierjährige geworden, in der Bafs-Dudzik zwar Fußball im Fernsehen verfolgte, aber keinen Fuß auf einen Platz setzte.

Hullerns hohe Niederlage weckte Bafs-Dudziks Aufmerksamkeit

Es war für Bafs-Dudzik ebenfalls die Zeit, in der er für sich eine neue Sportart entdeckte. „Ich bin dann Sportbowler geworden“, erzählt er. Neun Sonntage im Jahr habe er Meisterschaftsspiele bestritten.

Die Leidenschaft fürs Bowling ist anscheinend auch noch immer nicht verblasst, denn auch heutzutage ist Christoph Bafs-Dudzik noch als Ersatzspieler für den BV Assindia in Essen aktiv, falls Not am Mann sein sollte.

Auf den Fußball in Hullern sei er hingegen durch Zufall aufmerksam geworden. „Ich habe im Sommer 2019 in der Zeitung gelesen, dass Hullern 14:0 gegen die Sportfreunde Datteln verloren hat“, erinnert sich Bafs-Dudzik, der selbst im Seniorenbereich der Dattelner tätig war.

Durch seinen Cousin entsteht der Kontakt zum SV Hullern

Kurz darauf habe er einen Anruf von seinem Cousin, dem heutige Ableitungsleiter vom SV Hullern, Mike Bafs, erhalten. „Er rief mich an und gratulierte mir dazu, dass ich Opa geworden bin“, so Bafs-Dudzik. Gleichzeitig habe Mike Bafs ihn um ein gemeinsames Gespräch gebeten. Da habe er bereits geahnt, worum es gehen könnte.

Es sei laut Bafs-Dudzik zunächst darum gegangen, Hullerns damaligen Trainer Falk König zu entlasten. So kam es, dass er von seinem Cousin gefragt wurde, ob er nicht aushelfen möchte. „Mach ich, wir kriegen das hin“ lautete seine Antwort.

Auch wenn Bafs-Dudzik die Hullerner Ende 2019 in einer schwierigen Situation übernahm und dann mit der Mannschaft freiwillig in die Kreisliga C abstieg, sei er bis heute glücklich darüber, dass er es gemacht hat. „Es fühlt sich gut an. Hullern ist eine Herzensangelegenheit geworden“, so der Trainer.

Christoph Bafs-Dudzik ist als Trainer ruhiger geworden

Gefallen habe er unter anderem auch an der Seestadt gefunden. „Haltern finde ich klasse. Ich kann mir vorstellen, noch ein paar Jährchen hier zu verbringen“, ergänzt er.

Wenn Bafs-Dudzik an frühere Tage zurückdenkt, beschreibt er sich selbst an der Seitenlinie als einen sehr impulsiven Trainer. „Ich hätte nie Schiedsrichter bei den Spielen sein wollen, bei denen ich Trainer war“, sagt er.

Heutzutage sei er aber ruhiger geworden, was er unter anderem seinem ehemaligen Trainer Rüdiger Bona zu verdanken habe. „Er hat mir sehr, sehr viel beigebracht. Überall, wo er war, war der Erfolg“, erzählt Bafs-Dudzik über Bona, von dem er sich viel abgeguckt habe. Er sei ein Ottmar-Hitzfeld-Typ, den er ebenfalls sehr gut finde.

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