Michel Hülsmann kam zuletzt statt im Tor im Sturm des SV Hullern zum Einsatz. © Michael Kösters
Fußball

Hullerns Torwart hilft im Sturm aus und ärgert sich über vergebene Chancen

„Das Tor ist mir lieber“, sagt Hullerns Michel Hülsmann, aber wenn es hilft, helfe er auch vorne aus. So geschehen am vergangenen Wochenende. Weitere Einsätze im Sturm schließt er nicht aus.

Wenn das so weitergeht, wird es irgendwann zur Tradition: Schon in der vergangenen Sommervorbereitung stand mit Florian Horstick beim C-Ligisten SV Hullern schon einmal ein gelernter Torhüter im Sturm. Zuletzt gegen Datteln war das wieder der Fall. Diesmal stand Michel Hülsmann statt ganz hinten plötzlich ganz vorne – und hinterher ärgerte er sich über zwei gute, aber nicht genutzte Torchancen.

„Es war anstrengend und intensiv“, erzählt der junge Keeper, der in seine zweite Seniorensaison geht. „Ich musste mehr Sprints als üblich machen.“ Dennoch machte Hülsmann die ungewohnte Position ziemlich viel Spaß, wie er selbst sagt. In der Jugend habe er zwar auch mal im Angriff gespielt, doch das ist mittlerweile auch schon wieder einige Jahre her.

Ein wenig ärgerlich für den Aushilfsstürmer waren seine zwei vergebenen Chancen. „Ich hätte vielleicht noch ein Tor schießen können“, sagt Michel Hülsmann. Bei seiner ersten Gelegenheit hatte er zu viel Zeit zum Nachdenken. „Da war ich ein bisschen überrascht, nachdem Chris Meyer den Ball erobert hatte, war ich frei durch.“

Hullerns Michel Hülsmann: „Da wusste ich nicht, was ich machen soll“

Im restlichen Spiel, so der gelernte Torhüter, hatte er eigentlich immer zwei Verteidiger vor sich. „Dann hatte ich plötzlich Platz ohne Ende – da wusste ich nicht, was ich machen soll.“ Der Ball landete letztendlich nicht im gegnerischen Netz. Seine zweite Chance entstand nach einem „sehr gewagten Rückpass“, den der gegnerische Keeper nur mit Mühe noch von der Grundlinie wegschlagen konnte.

Der Ball rauschte nur knapp an Hülsmann vorbei. Es fehlte nicht viel und er wäre an das Leder gekommen und hätte freie Schussbahn gehabt. Das waren seine zwei Chancen. In Zukunft könnten durchaus noch mal welche dazukommen. Denn einen weiteren Einsatz im Sturm schließt Michel Hülsmann nicht aus.

„Das ist ja gar nicht so abwegig“, sagt er, auch mit Blick darauf, dass bei den Hullernern zumindest zuletzt ein paar Mal Not am Mann war und mit Robert Stuuer ein weiterer guter Torwart im Kader steht. „Das Tor ist mir lieber, aber wenn es sein muss, spiele ich natürlich auch wieder vorne“, sagt er.

Da am vergangenen Wochenende zwei Torhüter im Kader standen, sei die Alternative für ihn also, vorne zu spielen, auch besser gewesen als die andere. „Dann gehe ich auch in den Sturm, statt auf der Bank zu sitzen“, so Michel Hülsmann.

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Pascal Albert

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