Im Schnitt trifft der ‚Opa‘ der U23 des TuS Haltern alle 45 Minuten ins Schwarze

hzFußball: Bezirksliga

„Dass die Jungs den Opa mit durchziehen, ist natürlich umso schöner“, erklärt der 34-jährige Halterner. Dabei überrascht er in dieser Saison mit einer auch für ihn ungewohnten Effektivität.

Haltern

, 20.11.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So wirklich kann er es auch mit 34 Jahren nicht lassen. „Dass die Jungs den Opa mit durchziehen, ist natürlich umso schöner“, sagt der Halterner und lacht. Doch dabei wird der älteste Spieler des TuS Haltern II in der Bezirksliga in dieser Saison noch richtig effektiv. „So eine Quote hatte ich bisher noch nie“, sagt er.

182 Minuten - also etwas mehr als zwei Spiele - kam Tim Abendroth in dieser Saison zum Einsatz. Dabei erzielte er vier Treffer. Im Schnitt also kann Halterns Trainer Timo Ostdorf fast alle 45 Minuten mit einem Treffer des 34-Jährigen rechnen. „Das ist eine Quote, die ich mir gerne ankreide“, erklärt der Trainer und lacht ebenfalls.

Die Stimmung beim TuS Haltern ist gut. Kein Wunder, mit 40 Punkten und 13 Siegen aus 15 Spielen (1 Niederlage) stehen die Halterner weiter an der Spitze der Bezirksliga 11. Der SuS Stadtlohn auf Rang zwei liegt zwei Punkte hinter der Mannschaft von Ostdorf.

Und auch am Sonntag gegen Borken-Hoxfeld war der ehemalige Spielertrainer der Halterner wieder im Kader (ein Treffer). „Bei zwei Grad nach Borken zu fahren und zuhause spielen die Kinder am Ofen, das fällt schon schwer“, gibt Abendroth zu.

Kann der Halterner also nicht loslassen? Oder wird er so häufig angefragt? „Beides“, sagt Abendroth. „In diesem Jahr juckt es dann auch noch einmal.“ Zudem sei bei den Halternern häufiger Not am Mann, als eigentlich geplant war. „Es sind die berühmten Ausnahmen, die dann zur Regel werden“, sagt der 34-Jährige. So fällt Kapitän Tobias Becker - Trainer Ostdorf rechnet erst wieder Anfang 2020 im Training mit ihm - weiter aus. Gegen Borken Hoxfeld saßen neben Abendroth zwei weitere Spieler auf der Bank. „Zudem ist der Kader nicht der größte, da kommt also ein bisschen was zusammen“, sagt Abendroth.

„Ich habe vor dem Spiel den Jungs gesagt, hier sitzt jemand, der kommt bei Minusgraden nach Borken gefahren, um auf Asche zu spielen“, erklärt Halterns Trainer Ostdorf. Und auch wenn Abendroth derzeit wenig trainieren würde, „kann ich in reinwerfen und er ist sofort da“, sagt Ostdorf. „Zudem wäre ich ja dumm, wenn ich so eine Hilfe haben kann und die nicht annehme.“

Allerdings, so sagt Abendroth, genieße er auch einige Privilegien: „Ich bin bei Spielen meist spät da. Und dann auch schnell wieder weg“, sagt der 34-Jährige.Unter der Woche trainiere er zudem sehr unregelmäßig.

Drei Spiele - zwei davon auswärts - stehen für den TuS Haltern bis zur Winterpause noch an. „Vielleicht werde ich mich in der Rückrunde weiter zurückziehen“, sagt Abendroth. Aber da sei er sich noch nicht sicher.

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