Ioannis Orkas über „ein geiles Erlebnis“ und seine Nationalelf-Nominierung

hzInterview

Der TuS Haltern hat noch mal nachgelegt und Ioannis Orkas verpflichtet. Im Interview spricht er über seine Einladung zur U19-Nationalmannschaft Griechenlands und die Gründe für seinen Wechsel.

Haltern

, 13.10.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Ioannis Orkas hat sich der TuS Haltern am See noch mal im Mittelfeld verstärkt. Im Gespräch mit der Halterner Zeitung verrät der 19-Jährige, welcher zwischenzeitliche Bundesliga-Shootingstar sein Gegner im Spiel gegen Schalkes Profis war, warum er RW Essen nach einer starken A-Jugend-Spielzeit verlassen hat und warum er letztendlich zum TuS gewechselt ist und nicht zu Drittligist Verl.

Mit der A-Jugend von RW Essen sind Sie zuletzt in die Bundesliga aufgestiegen, ab der Vorbereitung gehörten Sie dann zur ersten Mannschaft. Doch vor einem Monat wurde Ihr Vertrag aufgelöst. Warum?

Die haben immer mehr zentrale Mittelfeldspieler geholt, da wurde es auf meiner Position immer voller und voller. Ich habe gar keine Chance bekommen, Wir hatten drei, vier Testspiele, da habe ich dann nur zehn Minuten gespielt. Da sollte ich dann was bewirken, aber das geht ja gar nicht. Dann hatten sie noch Felix Backszat geholt und wollten eben einen abgeben. Sie haben gesagt, dass ich nicht viel spielen werde. Deswegen habe ich dem (Wechsel, Anm. d. Red.) zugestimmt. Ich will spielen und mich weiterentwickeln.

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In der Vorbereitung spielten Sie auch beim SC Verl vor. Wieso wurde nichts aus einem Wechsel zu dem Drittliga-Aufsteiger?

Die haben gesagt, ich bin nicht besser als die Spieler, die schon da sind - aber auch nicht schlechter. Ich hätte auf der Bank Platz nehmen müssen, da wollten sie aber lieber einen erfahrenen Spieler. Sie wollten mich als jungen Spieler nicht auf die Bank setzen.

Für Verl spielten Sie 45 Minuten lang gegen den FC Schalke 04. Mit Ihrem 5:4-Sieg stürzten Sie den Bundesligisten in die erste Krise der damals noch jungen Vorbereitung.

Das war schon ein geiles Erlebnis, gegen die ganzen Profis zu spielen. Amine Harit war die ganze Zeit mein Gegenspieler.

Wann gab es dann den ersten Kontakt mit dem TuS Haltern am See?

Vor drei Wochen etwa. Ich kenne Tim Eibold (ehemaliger Sportlicher Leiter von Westfalia Herne, Anm. d. Red.) und der kennt Halterns Trainer Timo Ostdorf gut. Wir waren dann ein Spiel gucken, das war gegen die U19 von Paderborn. Da haben wir gefragt, ob ich mal mittrainieren darf. Nach dem Training wollte mich der Trainer direkt haben. Ich hatte ein gutes Gefühl.

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Was hat Sie letztendlich von einem Wechsel zum TuS überzeugt?

Das Spiel gegen Erndtebrück haben wir dann auch geguckt. Ich fand das alles ganz schön mit der Anlage und den Fans. Es ist sehr familiär. Außerdem hatte ich sehr gute Gespräche mit dem Trainer, die haben mir gefallen und eben das ganze Drumherum.

Sie sagten, Sie spielen im zentralen Mittelfeld. Auf welcher Position im Zentrum sehen Sie sich am besten aufgehoben?

Auf der Acht. Ich habe immer als Sechser und Achter gespielt. Als defensiver Mittelfeldspieler kann ich auch spielen, aber lieber als Achter. Ich will in der Oberliga Akzente nach vorne setzen.

Was zeichnet Sie am meisten aus?

Ich bin technisch gut und habe eine gute Einstellung und Mentalität, das ist so das Wichtigste.

Wo müssen Sie sich noch verbessern?

In allen Bereichen. Ich will einfach viele Spiele machen und mich weiterentwickeln. Es ist mein Ziel, viele Spiele für den TuS zu machen. Und am besten auch den nächsten Schritt zu machen.

Während Ihrer Vereinssuche sagten Sie, „notfalls muss ich den Umweg über die Oberliga gehen“. Ist Haltern mit seinem neuen Konzept das perfekte Sprungbrett für einen jungen Spieler wie Sie?

Genau deswegen hatte ich auch beim TuS das beste Gefühl. Haltern ist ein gutes Sprungbrett, den Namen kennen auch viele.

Im vergangenen Jahr wurden Sie in die U19 Griechenlands berufen. Warum gehörten Sie am Ende doch nicht zum Kader?

Sie hatten mich eingeladen, aber am Ende wurde es doch nichts. Sie hatten Pokalspiele, da durften Sie nicht so viele Spieler mitnehmen. Die Einladung habe ich aber noch zuhause.

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