„Kämpferisch überragend“: Der HSC Haltern-Sythen dreht einen Fünf-Tore-Rückstand

hzHandball: Oberliga

Mit 5:10 lag der HSC Haltern-Sythen nach 24 Minuten gegen Soest zurück. Dennoch gewann das Team von Gerard Siggemann. Eine taktische Umstellung brachte den Aufsteiger zurück ins Spiel.

Haltern

, 07.12.2019, 20:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange sah es gegen den Soester TV nach der sechsten Niederlage für den HSC Haltern-Sythen aus. Am Ende reichte es für das Team von Gerard Siggemann dennoch für die nächsten zwei Punkte. Großen Anteil daran hatten vor allem zwei Spieler der Halterner - und eine taktische Umstellung.

„Wir sind schlecht gestartet“, stellte Siggemann kurz nach dem 28:24-Sieg seiner Mannschaft fest. Dabei stand der Oberliga-Aufsteiger defensiv stabil, kassierte bis zur Halbzeitpause nur zwölf Tore. „Wir haben gar nicht schlecht verteidigt“, wusste auch Halterns Trainer. Doch vor dem gegnerischen Tor unterliefen seinem Team immer wieder einfache Fehler.

HSC Haltern-Sythen kann doppelte Überzahl nicht nutzen

„Vorne waren wir taktisch nicht diszipliniert genug“, sagte Gerard Siggemann. Zu oft sei sein Team nicht in die Tiefe und so zu guten Torchancen gekommen. Seine Spieler liefen früh einem Rückstand hinterher - ein Zustand, der sich lange Zeit nicht ändern sollte.

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Nachdem der HSC anfangs noch mehrmals ausgleichen konnte, kippte das Spiel zu Gunsten der Gäste in der 15. Minute. Nach einem Treffer von Lukas Schulte-Lünzum und gleich zwei Zeitstrafen für Spieler des Soester TV gelang es den Halternern nicht, die doppelte Überzahl in Tore umzuwandeln.

Johannes Beumer trifft vom eigenen Kreis

Der Tabellenfünfte aus Soest traf während seiner Unterzahl sogar zum 7:5 (17.). Wieder mit sechs Feldspielern auf dem Platz gelang es den Gästen sogar noch, auf 10:5 auszubauen (24.).

Erst Alexander Mazur gelang nach über zehn Minuten wieder ein Treffer für den HSC. In der Folge kämpfte sich die Heimmannschaft ins Spiel zurück. Mit dem Pausenpfiff gelang Johannes Beumer vom eigenen Kreis noch der Treffer zum 10:12-Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit stellte HSC-Trainer Gerard Siggemann dann taktisch um - ab dem Wiederanpfiff spielte sein Team mit zwei breiterstehenden Kreisläufern. Eine Umstellung, die letztendlich auch großen Anteil am Sieg der Halterner hatte. „Damit haben wir Soest den Zahn gezogen“, erklärte Siggemann.

„Unterm Strich war das taktisch nicht so gut“

Nach nur sechs gespielten Minuten glich Alexander Mazur zum 13:13 aus, Harald Scherer sorgte wenig später für die erste HSC-Führung (38.). Auch nachdem das Spiel zwischenzeitlich von Soest noch mal gedreht wurde (39.), ließen die Halterner nicht locker.

In der Defensive zeigte Torwart Daniel Lüger eine Parade nach der anderen, in der gegnerischen Hälfte war es Julian Schrief, der Tor um Tor nachlegte und so die Halterner wieder in Führung brachte. Nach zwei schnellen HSC-Treffern ins leere Tor der Soester und einer Drei-Tore-Führung (52.) schien das Spiel endgültig gedreht.

Letztendlich gewannen die Halterner durch eine couragierte zweite Halbzeit mit 28:24. „Unterm Strich war das taktisch nicht so gut, aber kämpferisch überragend“, bilanzierte Gerard Siggemann. Mit seinem Team steht er nun mit 9:11-Punkten weiterhin im Mittelfeld der Oberliga-Tabelle.

HSC: Lüger (1), Haunert - Scherer (4), Knöner, M. Beumer (2), Schulte-Lünzum, (2), J. Schrief (10/4), Alkemper, J. Beumer (4), Kruth, Wolak (1), Mazur (4)

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