Kein 3.-Liga-Handball mehr in diesem Jahr - zwei Halternerinnen sind betroffen

Handball

Nachdem in den unteren Handball-Ligen der Spielbetrieb bereits ruhte, pausiert nun auch die 3. Liga aufgrund der Corona-Pandemie. Das betrifft auch zwei Spielerinnen aus Haltern.

Recklinghausen

von Jochen Börger, Pascal Albert

, 12.11.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Handballerinnen der PSV Recklinghausen müssen nun auch pausieren.

Die Handballerinnen der PSV Recklinghausen müssen nun auch pausieren. © Meike Holz

Das Präsidium und der Vorstand des Deutschen Handballbundes (DHB) haben in einer Videokonferenz beschlossen, den Spielbetrieb sowohl in der 3. Liga als auch in der Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) wegen der Corona-Pandemie bis Ende des Jahres auszusetzen. Davon betroffen sind auch zwei Halternerinnen.

Schon zuvor hatten Präsidium und Vorstand beschlossen, die Saison vorerst bis Mitte November zu unterbrechen. Sollte die Pandemie einen Spielbetrieb wieder erlauben, soll die Saison am 9./10. Januar wieder anlaufen.

Für die Halternerinnen Viola Klüsener und Lina Hovenjürgen von der PSV Recklinghausen würde das bedeuten, dass das Heimspiel am Sonntag, 10. Januar (17 Uhr) gegen den Hannoverschen SC der erste Meisterschafts-Auftritt nach der Corona-Zwangspause wäre. Aktuell ziert das Schnellhardt-Team nach zwei Siegen in den Auftakt-Begegnungen gegen SFN Vechta (30:28) und bei Borussia Dortmund II (26:19) die Tabellenspitze.

Ein Drittel der Mannschaften darf aktuell nicht trainieren

„Unser oberstes Ziel ist es weiterhin, verantwortungsvoll Möglichkeiten für Handball zu schaffen. Priorität haben dabei Wiederaufnahme und Fortführung des Trainings. Dies gilt insbesondere für die Nachwuchstalente. Unabhängig von der formalen Einordnung als Profi- oder Amateursport kämpfen wir für alle Mannschaften auf politischer Ebene darum, dass sie trainieren können, wenn sie dies tun wollen“, sagte Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes.

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Der DHB hat nach eigenen Angaben in den vergangenen beiden Wochen mit der Spielkommission 3. Liga und dem Jugendspielausschuss alle Vereine in die Situationsanalyse eingebunden und auch die Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer ausgewertet.

Von insgesamt 131 Mannschaften der 3. Liga (72 Männer, 59 Frauen) besitzt derzeit ein Drittel keine Erlaubnis, weiter zu trainieren – und gut die Hälfte darf den Spielbetrieb auch ohne Zuschauer nicht aufnehmen. Somit ergibt sich in der 3. Liga ein heterogenes Bild bei der Frage, was die Einordnung als Amateur- oder Profisport betrifft.

Der Verband kämpft weiter für eine Corona-Förderung der Vereine

„Wir verstehen die Nöte vor Ort. Es ist jetzt unsere gemeinsame Aufgabe, Wege zu finden, wie der Handball in der 3. Liga aktiv bleibt und welche Formen des Spielbetriebs möglich und sinnvoll sind. Im ersten Schritt hat die Sicherung des Trainingsbetriebes Priorität“, meinte Schober.

DHB, Spielkommission 3. Liga und Jugendspielausschuss werden in den kommenden Wochen weiter beraten, wie die Saison 2020/21 fortgesetzt werden kann.

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Dazu gehört auch die Frage, wo und in welchem Umfang Publikum ermöglicht werden kann. Zudem kündigt der Verband an, auf politischer Ebene weiter für eine Corona-Förderung der Vereine zu kämpfen.

In der vergangenen Saison spielte bei der PSV Recklinghausen mit Marie Peters noch eine dritte Halternerin. Nach dem Aufstieg in die 3. Liga hatte sie jedoch bereits angekündigt, mit dem Handballsport aufzuhören. Sie hat in diesem Sommer angefangen, Fußball zu spielen. Seit einigen Monaten gehört sie zur zweiten Mannschaft von Concordia Flaesheim.

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