Kinderporno-Verdacht: Sprachnachricht im Umlauf - Staatsanwaltschaft und Anwalt äußern sich

Whatsapp

Sie wird weitergeleitet und weitergeleitet: In Haltern kursiert eine Sprachnachricht, die neue Hinweise zu einem Fall möglicher Verbreitung kinderpornografischer Fotos liefern will.

Haltern

, 22.11.2019, 10:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kinderporno-Verdacht: Sprachnachricht im Umlauf - Staatsanwaltschaft und Anwalt äußern sich

Auf Whatsapp kursiert aktuell eine Sprachnachricht, die neue Informationen zu einem Ermittlungsfall liefern möchte. © picture alliance/dpa

Die Audiodatei wird weitergeleitet und weitergeleitet: Seit einigen Tagen kursiert in Haltern eine Whatsapp-Sprachnachricht, die angeblich neue Hinweise zu einem möglichen Fall der Verbreitung kinderpornografischer Fotos liefern soll. Auch der Redaktion liegt diese Nachricht vor.

„Moin Granate“, plaudert eine Stimme in der Nachricht locker los, ehe der Inhalt wesentlich ernster wird. Der Beschuldigte selbst hätte alles gestanden, erzählt sie. Zudem würde sie nun als Kronzeuge gegen weitere Personen aussagen. Der Prozess solle unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Handelt es sich um einen Insider?

Sowohl Absender der Nachricht, als auch die Stimme oder auch „Granate“ sind unbekannt. Handelt es sich bei dieser Sprachnachricht also tatsächlich um einen Insider?

„Die Nachricht ist ein Fake“, teilt der Anwalt des Beschuldigten auf Nachfrage mit.

„Soweit behauptet wird, dass der Beschuldigte ein Geständnis abgelegt und weitere Personen belastet habe, kann ich Ihnen mitteilen, dass dies nicht zutreffend ist“, erklärt Laura Hollmann, Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf auf Nachfrage. „Hinsichtlich eines möglicherweise folgenden Prozesses können daher noch keine Angaben gemacht werden.“

Zudem würden bisher keine Hinweise vorliegen, dass dieser Fall mit den vor wenigen Tagen in Bergisch Gladbach aufgedeckten Fällen in Verbindung stehen würde. Dort wurde ein Missbrauchs-Netzwerk von den Ermittlern aufgedeckt.

Hinweis: Die Redaktion hat sich bewusst gegen eine Veröffentlichung der Nachricht entschieden, da die Informationen nicht zutreffend sind.

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