Klatsche für den TuS Haltern: Schon nach 33 Minuten steht es 0:3

hzFußball: Oberliga

Der TuS Haltern hat gegen Westfalia Rhynern die höchste Niederlage seiner bisherigen Oberliga-Saison kassiert. Die Gäste nutzten die Schwachstelle des TuS eiskalt aus.

Haltern

, 11.10.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sollte nicht das Spiel des TuS Haltern am See werden. Bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde lag die Elf von Timo Ostdorf gegen Westfalia Rhynern mit 0:3 hinten. Schon da war ein Muster im Offensivspiel der Gäste zu erkennen. Es zog sich durch die restlichen 60 Minuten - und hatte noch zwei weitere Gegentore für den TuS zur Folge.

Vor allem ein Aspekt beschäftigte Halterns Trainer nach der 0:5-Niederlage seiner Mannschaft: die Zweikampfführung. Dass seine Spieler gegen eine Mannschaft wie Rhynern mal Lehrgeld zahlen würden, sei in Ordnung, sagte Ostdorf.

„Aber wenn du keine Zweikämpfe richtig führst, brauchst du gar nicht erst über Systeme und so reden. Dann liegst du eben ruckzuck mit 0:3 hinten.“ Schon in der 13. Minute fiel das erste Tor des Tages.

Ostdorf wechselt schon nach 35 Minuten zum ersten Mal

Der auch im späteren Spielverlauf nicht zu stoppende Akhim Seber marschierte auf der linken Seite durch, ließ Tim Forsmann aussteigen und gab weiter auf Jan Kleine. Der blieb vor Ubeyd Güzel ruhig und spitzelte den Ball aus spitzem Winkel am jungen Torhüter vorbei ins lange Eck.

Jetzt lesen

Nur wenig später sahen die rund 150 Zuschauer in der Stauseekampfbahn eine der wenigen Aktionen, in denen die Halterner vor dem gegnerischen Tor gefährlich wurden. Den Freistoß von Stefan Oerterer parierte Gäste-Keeper Alexander Hahnemann jedoch sicher (15.).

Danach ging es weiter wie beim 0:1. Wieder kam Seber links an den Ball, diesmal durch einen hohen Pass über die TuS-Defensive. Weder der herausgeeilte Güzel, noch zwei Halterner Verteidiger konnten ihn daran hindern, das frühe zweite Westfalia-Tor zu erzielen (23.).

Das 0:3 fiel dann erneut durch den quirligen und pfeilschnellen Seber, der links im Strafraum an den Ball kam und mit seinem Schuss Güzel erneut überwand (33.). Timo Ostdorf reagierte und brachte Lennart Rademacher für Tim Forsmann, über dessen rechte Abwehrseite alle drei Tore gefallen waren (35.).

Jetzt lesen

„So gewinnt du keine Spiele“, sagte der Trainer später über das Zweikampfverhalten seiner Mannschaft. Weder in der Oberliga noch in irgendeiner anderen Spielklasse.

Der TuS vergibt zwei Chancen und wird direkt bestraft

Bis zur Halbzeitpause blieb es dann beim 0:3, doch nach zwei erfolgsversprechenden Offensivaktionen in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte schlug Rhynern erneut eiskalt zu. „Wir machen das Ding nicht und dann treffen die im Anschluss direkt“, so Ostdorf.

Wieder ging es über Rhynerns linke Seite. Ein einfacher Sprint bis zur Grundlinie und ein Querpass reichten, damit Jan Kleine seinen zweiten Treffer erzielen konnte (48.).

Jetzt lesen

Auch wenn das vierte Gegentor das Spiel schon zu Beginn der zweiten 45 Minuten entschieden hatte, hatten die Gastgeber zumindest noch die Chance auf den Ehrentreffer. Der eingewechselte Jendrik Büscher wurde nach einem starken Steilpass im Strafraum gefoult, der Elfmeterpfiff folgte sofort.

Doch Nico Pulvers sogar recht präzisen Schuss ins rechte untere Eck parierte Alexander Hahnemann (78.). Es sollte scheinbar einfach nicht sein an diesem verregneten Sonntagnachmittag.

Zweimal kamen die Gäste noch über ihre linke Seite gefährlich vor Güzels Tor. Einmal konnte der Querpass von der Grundlinie gerade noch abgegrätscht werden (78.), das andere Mal wurde Leon Müsse sträflich allein gelassen. Er verwandelte aus wenigen Metern zum 0:5.

TuS: Güzel - Forsmann (35. Rademacher), Richter, Brinkert, Pulver, Schorn, Bernoth, Lehmann (60. Büscher), Schick (70. Göcke), Kaiser, Oerterer (70. Gülsoy)

Tore: 0:1 Kleine (13.), 0:2 Seber (23.), 0:3 Seber (33.), 0:4 Kleine (48.), 0:5 Müsse (88.)

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt