Noah Korczowski (l.) verlässt den TuS Haltern am See im Sommer nach zwei Jahren. Er wechselt zum TVD Velbert. © Blanka Thieme-Dietel
Fußball: Oberliga

Korczowski findet seinen TuS-Abgang „nicht so schön“, doch er macht Sinn

Noah Korczowski wird den TuS Haltern im Sommer verlassen. Schon seit einiger Zeit gab es Überlegungen, zu wechseln. Leicht ist ihm die Entscheidung aber trotzdem nicht gefallen, sagt er.

Er kam als Königstransfer des TuS Haltern am See: Im Sommer 2019 hatte der damalige Regionalliga-Aufsteiger Noah Korczowski als Neuzugang präsentiert. Der heute 27-Jährige kam mit reichlich Erfahrung und sogar drei Bundesliga-Einsätzen in seiner Vita. Nun verlässt er den Verein wieder. Leicht ist ihm die Entscheidung aber nicht gefallen. Doch für ihn ist es am sinnvollsten.

Im vergangenen Jahr war Korczowski schon nach Velbert gewechselt – allerdings nicht sportlich, sondern beruflich. „Ich hatte dort ein Jobangebot bekommen“, erzählt er. Sein Chef seitdem: André Grimmert. Der ist gleichzeitig auch Vorsitzender des TVD Velbert.

„Ich bin dann immer von Haltern nach Velbert gependelt“, so Noah Korczowski. Rund 75 Minuten brauchte er seitdem pro Fahrt. Mit André Grimmert habe es dann schon mal ein Gespräch darüber gegeben, ob es nicht Sinn machen würde, auch in Velbert zu spielen. Am Ende entschied er sich für den Wechsel im Sommer.

Noah Korczowski „musste gucken, was am sinnvollsten ist“

„Vor einem Monat bin ich auch nach Essen gezogen“, erzählt der Halterner. Nun brauche er nur noch 20 Minuten bis zur Arbeit und danach kann er direkt in der Stadt bleiben, um zum Training zu gehen. „Das macht alles ein bisschen einfacher“, sagt Korczowski, der es sich dennoch nicht leicht gemacht hat, sich gegen den TuS Haltern am See zu entscheiden.

Noah Korczowski fiel die Entscheidung, den TuS Haltern am See zu verlassen, nicht leicht.
Noah Korczowski fiel die Entscheidung, den TuS Haltern am See zu verlassen, nicht leicht. © Jürgen Patzke © Jürgen Patzke

Letztendlich, so der Verteidiger, habe es sich dadurch auch ein wenig gezogen. „Das war nicht ganz so einfach“, sagt er, „Haltern ist meine Heimatstadt“. Mit seinen Mitspielern beim TuS und mit allen anderen Personen im Verein sei er „super klargekommen“. Es sei nun „nicht so schön, den Verein zu verlassen, aber ich musste gucken, was am sinnvollsten ist“.

Es sei auch nicht so, dass er nun völlig aus der Welt ist und „man nicht noch mal wiederkommen kann“, sagt er. Seine zukünftige Mannschaft kennt der 27-Jährige derweil noch nicht so gut. Ein paar Spieler kenne er schon von der Arbeit, erzählt er. Den Rest muss er erst noch kennenlernen.

„Ich glaube aber, wir werden eine ganz gute Truppe zusammenhaben“, so Korczowski, der vor allem hofft, dass er und alle anderen Amateurfußballer bald endlich wieder auf den Platz dürfen. Das Ziel für die kommende Saison werde sein, um die Plätze fünf bis acht in der Oberliga Niederrhein mitzuspielen.

Auch beim TVD Velbert will Noah Korczowski Stammspieler sein

Die für ihn neue Liga, das weiß auch der Verteidiger schon, ist nicht direkt mit der Oberliga Westfalen vergleichbar. „Ich habe gehört, dass es ein bisschen was anderes ist als die Oberliga hier“, sagt er.

Beide Ligen sind die jeweils fünfthöchste Spielklasse, doch während es in Westfalen zwischen der Ober- und der Landesliga noch die Westfalenliga gibt, steigen die schwächsten Teams der Oberliga Niederrhein direkt in die Landesliga ab.

Wie hoch das Niveau wirklich dort ist, „kann ich noch gar nicht beurteilen“, sagt Noah Korczowski, der aber so viele Spiele wie möglich machen möchte. Ein Stammplatz ist das anvisierte Ziel. „Wenn ich irgendwohin wechsle, möchte ich auch spielen“, stellt er klar. Am Wichtigsten sei aber immer noch das Mannschaftsziel. „Das steht über allem.“

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Pascal Albert

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