Auch in der kommenden Saison werden die Fußballer von BW Lavesum in der Kreisliga B auf Punktejagd gehen - künftig jedoch auf einem Kunstrasenplatz. Die Baumaßnahmen liegen voll im Zeitplan.

Haltern

, 14.05.2020, 09:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang des Jahres stellte der Sportausschuss der Stadt die Weichen für die Modernisierung der Lavesumer Sportanlage, indem städtische Mittel in Höhe von 490.000 Euro bewilligt wurden. Dafür gibt´s einen neuen Kunstrasen und ein modernes Drainagesystem. Weitere Umbaumaßnahmen zahlt der Verein aus eigener Tasche und setzt sie in Eigenregie mit ehrenamtlicher Unterstützung um.

„Die Baumaßnahmen liegen voll im Zeitplan“, wie Fußballabteilungsleiter Ralf Wollinkski auf Anfrage mitteilt. Der Bau des Kunstrasenplatzes habe zuletzt enorme Fortschritte gemacht. Das „neue Grün“ liege bereits auf dem Platz. Lavesums Trainer Michael Ecker ist begeistert: „Die Anlage ist einfach geil. Wenn Corona uns aus seinem Würgegriff entlassen wird, wird bei jedem, der hier spielen darf und will, das Fußballerherz höher schlagen.“

Sand und Kork

Die DJK BW Lavesum ist der letzte Sportverein in Haltern, der einen Kunstrasenplatz erhält. Die Lavesumer sind aber die Ersten, deren Kunstrasen mit den Naturmaterialien Sand und Kork verfüllt wird. Auf Wunsch der DJK wird damit der Einsatz von Gummigranulat vermieden, das womöglich Mikroplastik an die Umwelt abgibt und deshalb als ökologisch fragwürdig gilt.

Albert Gerding, Vorsitzender des Vereins, spürt regelrecht eine Aufbruchstimmung im Umfeld des Vereins. „Alle sind begeistert von den zügigen Fortschritten und dem neuen Erscheinungsbild unserer Anlage. Ob Männergesangsverein, Feuerwehr, unsere Mannschaften oder Schützenverein - das ganze Dorf packt mit an.“

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Projektleiter Ralf Bürgers habe in den vergangenen Wochen die Umsetzung der einzelnen Schritte federführend begleitet. „David Gerdes sorgt als Bauleiter für einen reibungslosen Ablauf und ist weiterhin im Dauereinsatz.“, lobt Albert Gerding das Engagement der vielen Helfer.

In Eigenregie mit ehrenamtlicher Unterstützung

Bis zum Wochenende wird der Kunstrasenplatz mit Sand und Kork verfüllt. „In 14 Tagen ist der Platz dann bespielbar“, erklärt Albert Gerding. Außerdem müssen noch einige Pflasterarbeiten zu Ende gebracht werden. Insgesamt werden 1000 Quadratmeter neu gepflastert - in Eigenregie mit ehrenamtlicher Unterstützung.

Für den Verein und das Dorf war die Modernisierung der Sportanlage vor der eigenen Haustür wichtig. Das nun statt des ehemaligen Ascheplatzes ein moderner und zukunftsweisender Kunstrasenplatz zur Verfügung steht, sei schließlich ein wichtiger Faktor für die Zukunft des Vereins. „Es hilft uns dabei unsere Pläne umzusetzen, den Kindern und Jugendlichen in unserem schönen Dorf eine sportliche Perspektive zu bieten.“ Der Kunstrasen soll dafür sorgen, dass die DJK zukunftsfähig bleibt und zu einem lebendigen Ortsteil beiträgt.

Ein Gedanke, der im Dorf offenbar auf großen Zuspruch stößt. Viele Freunde und Förderer des Vereins haben die Umgestaltung mit freiwilligen Spenden unterstützt. Der Verein muss einen Beitrag für die anteiligen Kosten und die dauerhafte Pflege der Flächen leisten. Bereits mit einer Spende von 25 Euro konnten Interessierte auf der Internetseite der Lavesumer eine virtuelle Rasenfläche erwerben. Zahlreiche Privatpersonen und Firmen haben das Angebot genutzt, um dem Verein bei seinem Vorhaben auch finanziell unter die Arme zu greifen. Die stolze Summe von 37.860 Euro kamen auf diese Weise bislang zusammen.

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