Kurioser 13-Minuten-Einsatz kostet Lavesumer Torhüter zwei Kisten Bier

hzFußball: Testspiel

Gegen den ETuS Haltern II feierte Lavesums Torhüter Lars Schulte-Lünzum seine Premiere als Innenverteidiger. Lange spielen konnte er allerdings nicht - dank einer weiteren Premiere für ihn.

Lavesum

, 10.08.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zweimal spielte BW Lavesum am vergangenen Sonntag, 9. August. Zweimal endete die Partie 3:3. Die Hitze machte es den Spielern nicht gerade einfach. Die Trainer nutzten jede Wechselmöglichkeit, die sie hatten. Da nicht genügend Feldspieler beim ersten Spiel dabei sein konnten, griff das Trainerduo Michael Ecker und Rene Kownatka auf einen nominellen Torhüter zurück, der als Innenverteidiger eingewechselt wurde. Lange ging sein Einsatz allerdings nicht.

Wann er das letzte Mal als Feldspieler eingesetzt wurde, weiß Lars Schulte-Lünzum nicht mehr ganz genau. „Das letzte Mal war so vor drei oder vier Jahren“, sagt er. „Das war jetzt das erste Mal seit langer Zeit wieder.“ Von den Minikickern bis zur D-Jugend beackerte Schulte-Lünzum noch den linken Flügel, mal als Verteidiger, mal Mittelfeldspieler. „Ab der C-Jugend hatten wir dann keinen Torwart mehr, da hab ich mich bereit erklärt.“

„Der war ziemlich schnell und wir sind nicht die schnellsten“

Die Position gefiel ihm, er blieb zwischen den Pfosten. Eine Zeit lang musste er jedoch aus beruflichen Gründen pausieren. Seit diesem Sommer ist er bei den Lavesumern wieder als Torwart dabei. „Aber wenn Not am Mann ist, helfe ich auch als Feldspieler“, sagt er. So wie gegen den ETuS II, als er in der 56. Minute eingewechselt und in die Innenverteidigung gestellt wurde.

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Lange ging sein Comeback allerdings nicht. „Es war schnell beendet“, sagt der 21-Jährige, der die ganze Geschichte mit Humor nimmt. Er und ein weiterer Lavesumer sicherten hinten ab, als ein Halterner mit einem hohen Pass in die Spitze geschickt wurde. „Der war ziemlich schnell und wir sind nicht die schnellsten“, so Schulte-Lünzum, dem später wichtig war, dass sich sein Gegenspieler bei der darauffolgenden unglücklichen Aktion nicht verletzt hatte.

Im Laufduell mit dem ETuS-Spieler versuchte er, den Ball wegzugrätschen. Statt des Balles traf er allerdings seinen Gegenspieler. Ein Foul, welches auch jedem erfahrenen Innenverteidiger hätte unterlaufen können. Dem Schiedsrichter blieb nichts anderes übrig, als den Lavesumer 13 Minuten nach seiner Einwechslung mit Rot vom Platz zu schicken. „Die Karte war gerechtfertigt“, sagt Lars Schulte-Lünzum, für den es das allererste Spiel in der Innenverteidigung war.

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Daher sei ihm auch keiner böse, dass sein Einsatz schnell wieder beendet wurde, sagt Lavesums Trainer Michael Ecker. So etwas könne jedem mal passieren. Sein Spieler sieht das ähnlich, bleibt aber zugleich auch selbstkritisch: „Das war einfach dumm und hat der Mannschaft nicht gut getan.“

Von dem Spiel gegen den ETuS II wird der Torhüter auf jeden Fall noch lange erzählen können. Denn die schnelle Rote Karte war auch noch „die erste Karte in meinem Leben“, sagt er und lacht. Seine Mannschaft wird es ihm verzeihen. Vor allem weil er ihr nun einige Kaltgetränke schuldet. „Das kostet mich jetzt zwei Kisten Bier“, erzählt er. „Aber die schulde ich den Jungs auch.“

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