Sascha Rauxel kehrte 2019 vom HSC Haltern-Sythen zu seinem Heimatverein, dem VfL Gladbeck, zurück. © Manfred Rimkus (Archiv)

Landesliga statt Oberliga: „Es war beruflich nicht anders zu handhaben“

Nach dem Aufstieg in die Oberliga verließen Robin Hettrich und Sascha Rauschel den HSC Haltern-Sythen. Bei beiden hatte es berufliche Gründe. Was machen sie seit ihrem Abgang aus Haltern?

In seiner Aufstiegssaison marschierte der HSC Haltern-Sythen 2018/19 durch die Verbandsliga und feierte einen Sieg nach dem anderen. Danach blieb fast die gesamte Mannschaft zusammen, nur Robin Hettrich und Sascha Rauschel verließen den HSC. Was machen sie heute?

Beide Spieler verließen die Halterner damals aufgrund ihrer Arbeit. Sascha Rauschel wechselte im Sommer 2019 zur zweiten Mannschaft des VfB Gladbeck in die Landesliga.

Der Feuerwehrmann könne durch seinen Wechseldienst nicht regelmäßig trainieren, sagte Christian Berse. „Und in der Oberliga wird der Aufwand noch ein bisschen höher“, so der HSC-Team-Manager damals.

Robin Hettrich wechselte mitten in der Saison zum TV Geistenbeck

Robin Hettrich zog es beruflich nach Mönchengladbach, wo er sich nach einigen Monaten Pause auch einem neuen Verein anschloss. Seit dem Winter 2019 spielt er für den TV Geistenbeck. Dort kam er anfangs erst mal in der zweiten Mannschaft in der Landesliga zum Einsatz.

Robin Hettrich stieg mit dem HSC Haltern-Sythen in die Oberliga auf.
Robin Hettrich stieg mit dem HSC Haltern-Sythen in die Oberliga auf. Seit dem Winter 2019 spielt er beim TV Geistenbeck. © Werner Schulte-Lünzum © Werner Schulte-Lünzum

Das war dem Umstand geschuldet, dass er mitten in der Saison zu Geistenbeck, dessen erste Mannschaft um den Oberliga-Aufstieg spielte, gewechselt war. Mittlerweile gehört er zur ersten Mannschaft, die in die Oberliga aufgestiegen ist, doch viel spielen konnte er wegen der Corona-Pandemie bislang nicht.

Und auch als der Spielbetrieb noch lief, brauchte er etwas Zeit. „Es hat natürlich ein bisschen gedauert, bis ich meine Spielanteile bekam“, sagt er. Schließlich wechselte er mitten in der Saison in eine komplett neue Umgebung mit einer neuen Liga und für ihn noch unbekannten Mannschaften und Spielern.

„Ich bin ja in eine Region gewechselt, in der ich noch keinen kannte“, erklärt er. Andersherum sei es natürlich das gleiche gewesen. Auch seine Mitspieler und Trainer kannten ihn noch gar nicht. Anders wäre es gewesen, sagt er beispielhaft, wenn er zu Riemke oder einem ähnlichen Verein gewechselt wäre und in der Region geblieben wäre.

Rauschel wäre gerne geblieben, aber „wenn´s nicht geht, geht´s nicht“

In einer vollkommen neuen Umgebung musste sich sein ehemaliger Teamkollege Sascha Rauschel derweil nicht eingewöhnen. Er kehrte zu seinem Heimatverein, dem VfL Gladbeck, zurück. „Ich bin damals mit einem weinenden Auge gegangen“, sagt er, „aber es war beruflich nicht anders zu handhaben“.

Nun spielt er statt in der Oberliga, in der er mit Gladbecks erster Mannschaft auch schon mal spielte, in der Landesliga. „Vom Spielerischen her ist das natürlich ein anderes Niveau“, sagt er. Dennoch ist er zufrieden. „Ich kann mich nicht beschweren“, sagt er.

Natürlich hätte er gerne noch mal in der Oberliga gespielt, so Rauschel, „aber wenn´s nicht geht, geht´s nicht“. In seiner neuen Mannschaft fühle er sich sehr wohl. Vor allem die älteren Spieler der Gladbecker Reserve kennt er noch aus gemeinsam Jugendzeiten.

Hettrich und Rauschel

Wäre die Spielzeit nicht bereits abgebrochen, hätte er womöglich erneut um einen Aufstieg spielen können. „Wenn wir dieses Jahr durchgespielt hätten, hätten wir zumindest mit einem Auge auf den Aufstieg geschielt“, sagt der Ex-Halterner.

Dass er mit dem HSC Haltern-Sythen nicht gemeinsam in der Oberliga spielen kann beziehungsweise konnte, sei zwar schade, aber der Wechsel sei eben unausweichlich gewesen. „Ich wäre gerne in Haltern geblieben, die Mannschaft ist super“, sagt Sascha Rauschel.

Allerdings hätte er aufgrund seiner Arbeit damit rechnen müssen, nicht immer zum Training kommen zu können. „Das ist dann auch nicht toll für die Mannschaft, wenn man nicht viel da ist“, erklärt er. Ihm selbst hätte dadurch auch häufiger ein Platz auf der Bank gedroht. „Das wollte ich auch nicht“, so der Feuerwehrmann.

Kontakt habe er aber immer noch zur Mannschaft, verrät er. Ein, zwei Mal sei er auch bereits in der Halle bei Heimspielen gewesen. Genauso wie Robin Hettrich. „Wenn ich konnte, war ich da“, sagt der ehemalige Jugend-Weltmeister im Minigolf. Immer wieder sei er auch schon scherzhaft gefragt worden, wann er denn wieder umziehen werde – und sich erneut dem HSC anschließen könnte.

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Pascal Albert

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