LSV-Kapitän Marvin Niehaus war beim Aufeinandertreffen des SV Lippramsdorf und des TuS Haltern am See der Mann des Spiels. © Jürgen Patzke
Fußball

Lippramsdorfs Man of the Match über das Derby, die LSV-Neuzugänge und den TuS

Im Derby gegen den TuS Haltern war Marvin Niehaus der überragende Mann auf dem Platz. Der Lippramsdorfer freute sich, endlich mal wieder gegen den TuS zu spielen und lobt den neuen LSV-Trainer.

Beim Spiel des SV Lippramsdorf gegen den TuS Haltern am See gab es keine zwei Meinungen: LSV-Keeper Marvin Niehaus war der Spieler des Spiels. Der Kapitän bewahrte mit starken Paraden sein Team vor einem Rückstand und hielt das Derby-Remis fest. Mehr hatte er seit langer Zeit nicht mehr in einem Spiel zu tun, sagt der 29-Jährige, der auch über den TuS, die Lippramsdorfer Neuzugänge und den neuen Trainer Sven Kmetsch spricht.

„Das waren die beschäftigungsreichsten 90 Minuten bisher“, sagt Niehaus. Mit einem 1:1-Unentschieden endete das erste Aufeinandertreffen beider Teams seit November 2019. „Ich hatte auf jeden Fall mehr zu tun gehabt als vorher“, so der Torhüter, der zuvor gegen den TuS Sythen und Concordia Flaesheim nicht allzu viel auf sein Tor bekam und gegen Lembeck nur in der ersten Halbzeit zum Einsatz kam.

„Es ist nicht schlecht, wenn man direkt am Anfang gut beschäftigt wird und direkt im Spiel ist“, erklärt Marvin Niehaus, der sich vor allem gefreut hat, mal wieder gegen den TuS zu spielen. „Es war mal wieder schön“, sagt er. „Auch wenn es ein Freundschaftsspiel war, war es eben ein Derby – da ist die Motivation vielleicht noch mal ein bisschen größer.“

Marvin Niehaus über den TuS Haltern: „Qualität ist da vorhanden“

Seit dem letzten Duell zwischen beiden Teams – damals noch in der Bezirksliga 11 – ist viel passiert: Beim LSV gab es seitdem zwei Trainerwechsel, beim TuS einen sowie einen großen Umbruch mit vielen neuen Spielern nach dem Aufstieg in die Landesliga.

Marvin Niehaus hütet schon seit vielen Jahren das Tor des SV Lippramsdorf und hat schon viele Derbys miterlebt.
Marvin Niehaus hütet schon seit vielen Jahren das Tor des SV Lippramsdorf und hat schon viele Derbys miterlebt. © Jürgen Patzke (Archiv) © Jürgen Patzke (Archiv)

Einen Vergleich mit der damaligen Bezirksliga-Mannschaft der Halterner zu ziehen, sei schwierig, sagt Niehaus. Grundsätzlich kann er aber eines sagen: „Qualität ist da vorhanden.“

Die erste Halbzeit sei noch „relativ ausgeglichen“ gewesen, sagt der Lippramsdorfer, „da hatten wir auch noch ein paar Chancen“. In Halbzeit zwei habe dann aber der TuS „ganz gut Druck gemacht“.

Bis auf einen Schuss von Florian Trachternach konnte der 29-Jährige jedoch letztendlich jeden Schuss abwehren und so kam Landesligist Haltern nicht über ein 1:1 hinaus. Für Lippramsdorf war es nach einer Niederlage und zwei Siegen das erste Unentschieden in der Vorbereitung.

„Ich bin gespannt, wie sie sich in der Liga schlagen“

Die sei bisher schon gut gewesen, sagt Niehaus und lobt den neuen Cheftrainer: „Sven (Kmetsch, Anm. d. Red.) macht das Training sehr abwechslungsreich, aber auch sehr intensiv.“

Auch bei den Spielern komme das bislang gut an. „Die Jungs ziehen alle gut mit“, sagt er. Mit dabei sind auch einige Neuzugänge und ein gefühlt neuer Spieler. „Bei Max sieht man, dass das Potenzial da ist, er kann uns auf jeden Fall helfen“, so Marvin Niehaus über Maximilian Geisler, der zwar schon im vergangenen Sommer kam, aber erst gegen Lembeck sein Debüt feiern konnte.

Der erste Eindruck vom neuesten Neuzugang Denis Basov sei auch gut, „aber er braucht noch ein bisschen Eingewöhnungszeit bei den Senioren“. Mit Justus Jansen und Malte Hilbrich kamen zudem noch zwei Spieler aus der A-Jugend von Bezirksliga-Konkurrent Hüls.

„Bei denen merkt man, dass die vorher beim VfB gespielt haben“, erzählt er. Beide konnten auch schon in den ersten Testspielen durchaus überzeugen. „Ich bin gespannt, wie sie sich in der Liga schlagen.“ Neu sind ebenfalls Matthias und Stephan Berger, die das Torwarttrainer-Duo beim LSV bilden.

„In der Vorbereitung liegt der Schwerpunkt auf dem Kraftbereich“, so Niehaus, der das bisherige Training mit den beiden sehr gut findet. „Sie sind kreativ bei den Übungen und da sie zu zweit sind, ist im Regelfall zwei Mal die Woche auf jeden Fall einer da.“ Das sei ein großer Pluspunkt. „Sie sind eine große Hilfe und menschlich passt es auch“, erklärt der Lippramsdorfer Kapitän.

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Pascal Albert

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