Justus Jansen wird beim SV Lippramsdorf seine ersten Schritte im Seniorenfußball gehen. © VfB Hüls
Fußball: Bezirksliga

LSV-Neuzugang Justus Jansen: „Der Ball ist schneller mal versprungen“

Der SV Lippramsdorf hat mit Justus Jansen (19) seinen zweiten Neuzugang präsentiert. Der Sechser erzählt, wie sein erstes Probetraining war, und äußert viel Lob für seinen neuen Verein.

Mit Justus Jansen hat der SV Lippramsdorf den zweiten Neuzugang für die kommende Spielzeit präsentiert. Der 19-jährige kommt aus der Jugend des VfB Hüls, wo er schon zwei Mal spielte. Der LSV war schon länger an ihm interessiert, dass der Transfer nicht früher vermeldet werden konnte, war der Pandemie geschuldet.

„Christian (Brink, Fußballabteilungsleiter des LSV, Anm. d. Red.) hatte mich im Laufe des letzten Jahres kontaktiert und gesagt, dass sie noch junge Spieler für die erste Mannschaft suchen“, erzählt Justus Jansen. Das Interesse des Bezirksligisten stieß beim Marler direkt auf Gegenliebe.

Jansen spielte mehrere Jahre in der Jugend von Westfalia Herne

„Ich wollte dann mal zum Probetraining kommen, aber das war ja die ganze Zeit nicht möglich“, sagt er. Rund sieben Monate lang ruhte der Amateurfußball aufgrund der Corona-Pandemie komplett. Der Kontakt zwischen Jansen und Brink riss aber nie ab, verrät der Neuzugang, der sich im defensiven Mittelfeld am wohlsten fühlt.

„Als Probetrainings wieder möglich waren, wollte ich direkt vorbeikommen“, erzählt er. Sein potenzielles neues Team überzeugte ihn schnell: „Es hat super viel Spaß gemacht, das Trainerteam ist toll und die Mitspieler sind auch gut“, sagt Justus Jansen, für den es die erste Saison im Seniorenfußball sein wird.

Angefangen hatte er mit dem Fußballspielen einst beim SuS Polsum, ehe er nach vier Jahren zum VfB Hüls wechselte. Nach vier weiteren Jahren wagte er dann den Schritt zur Jugend von Westfalia Herne, wo er auch in der Junioren-Landesliga zum Einsatz kam. Nach viereinhalb Jahren kehrte er allerdings zum VfB Hüls zurück.

Dort verbrachte er zuletzt wegen der Pandemie sein letztes A-Jugend-Jahr größtenteils fernab des Fußballplatzes. „Wir hatten noch relativ normal mit dem Training begonnen, zwei Meisterschaftsspiele absolviert und dann ist alles ausgefallen“, erinnert er sich. „Das war natürlich mega-schade, das letzte A-Jugend-Jahr ist ja auch irgendwie was Besonderes“, sagt der 19-Jährige.

„Alle waren super nett und haben mich gut aufgenommen“

Sorgen, den für sich passenden Verein zu finden, obwohl er sich zuletzt quasi gar nicht anbieten konnte, hatte er derweil nicht. Und nun hat er ja mit dem SV Lippramsdorf den für ihn richtigen Verein gefunden.

Nach den ersten Trainingseinheiten mit seinem neuen Team ist der Informatik-Student, der zukünftig aber eine Ausbildung zum Bundespolizisten absolvieren möchte, zufrieden.

„Alle waren super nett und haben mich gut aufgenommen“, erzählt er. Ohne eine Vorbereitung direkt ins Bezirksliga-Training einzusteigen sei aber nicht einfach gewesen. „Die Technik war noch nicht wieder ganz da, der Ball ist schneller mal versprungen“, so Jansen.

In der Bezirksliga ist alles schneller und intensiver

Dennoch konnte er die Verantwortlichen des LSV überzeugen. Christian Brink hatte zuletzt vor allem seine Ruhe am Ball und seine gute Technik gelobt. Angesprochen auf seine Stärken nennt der neue Lippramsdorfer noch sein Defensivverhalten und seinen Spielaufbau.

Im Training mit seinen neuen Mitspielern hat er aber auch schon erkannt, woran er noch arbeiten muss. „Ich muss noch mehr Übersicht haben, auch mehr nach hinten gucken“, sagt er. Denn in der Bezirksliga sei alles noch mal deutlich schneller und intensiver.

Außerdem „muss ich noch viel mehr reden – das ist extrem wichtig, habe ich gemerkt“, sagt Justus Jansen. Vielleicht müsse er zudem in Zukunft noch „ein bisschen mehr nach vorne wagen“. In der kommenden Spielzeit möchte der Mittelfeldspieler derweil einfach so viel Spielpraxis wie möglich sammeln“, so der Neuzugang.

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Pascal Albert

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