Mit der B-Lizenz in der Kreisliga C? Keine klassische „Zweite-Theken-Mannschaft“

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Hinter der Zweitvertretung des ETuS Haltern liegt ein Neustart. Und so starteten die Halterner freiwillig in der Kreisliga C mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie.

Haltern

, 20.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Zweitvertretung des ETuS Haltern war es im Sommer ein Neustart. Mit neun Punkten belegten die Halterner - nur wegen des besseren Torverhältnisses - vor dem FC RW Dorsten II den vorletzten Platz in der Kreisliga B. Freiwillig zogen sich die Halterner in die Kreisliga C zurück und starteten dort mit einem neuen Trainer. Eine gute Entscheidung?

„Das war definitiv richtig“, sagt Christian Martschat, seit Sommer Trainer der Halterner. Ein weiteres Jahr in der B-Liga hätte sich das Team wohl durchquälen müssen. „Nur auf die Nuss zu bekommen ist ja auch blöd“, sagt Halterns Trainer.

Saison schleppend angelaufen

Denn auch in der C-Liga sei es für das Team des ETuS schleppend angelaufen. „Da haben wir die ein oder andere Reise bekommen“, sagt er. So verlor sein Team gegen den SV Bossendorf II am zweiten Spieltag mit 0:7. Gegen die Zweitvertretung von Borussia Ahsen Mitte Oktober verlor die Martschat-Elf mit 2:8.

Mit 13 Punkten nach elf Spielen haben sich die Halterner im Mittelfeld der Tabelle platziert. Zwei der vier Siege gelangen dem Team in den vergangenen zwei Spielen. „Es hat ein bisschen Zeit gebraucht, bis sich die Mannschaft gefunden hat“, erklärt der Trainer. Denn seine Aufgabe sei es auch, viele junge Spieler aus der A-Jugend an den Seniorenbereich heranzuführen. „Das ist für den ein oder anderen Spieler ein Kulturschock“, erklärt Martschat.

So sieht er seine Mannschaft als Bindeglied zwischen A-Jugend und der ersten Mannschaft. „Der Sprung aus den Junioren in die Senioren ist nicht einfach“, sagt Martschaft. „Früher hieß es immer: Wer schnell läuft, der fliegt auch weit.“

Martschat will „Fußball vermitteln“

Also alles gut für den Inhaber der B-Lizenz in der Kreisliga C? „Nicht jeder kann sich den Martschat im zweiten Glied vorstellen“, sagt er und lacht. Doch für ihn ginge es darum, „Fußball zu vermitteln“, erklärt er. Eine klassische „Zweite-Theken-Mannschaft“ wäre nichts für ihn. Doch vor allem die Jungspieler würden versuchen, das Wissen aufzunehmen und umzusetzen.

So könne er sich vorstellen, noch ein Jahr an der Conzeallee dranzuhängen. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon die ein oder andere Anfrage für die neue Saison habe“, sagt der Inhaber der B-Lizenz. Doch damit habe er sich noch gar nicht beschäftigt. „Grundsätzlich fühle ich mich wohl beim ETuS“, sagt er.

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