Mit fünf Tore geführt, dann kippte das Spiel: Niederlage für Damen des HSC Haltern-Sythen

hzHandball: Frauen-Verbandsliga

Lange Zeit hatte der HSC Haltern-Sythen das Spiel gegen Borussia Dortmund III dominiert, dann begann die Partie zu kippen. HSC-Trainer Andreas Stolz nennt mehrere Gründe für die Niederlage.

Haltern

, 15.09.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Abenteuer Verbandsliga hat für die Damen des HSC Haltern-Sythen mit einer unglücklichen Niederlage begonnen. Lange Zeit sah es nach einem Sieg für den Aufsteiger aus, doch beim Stand von 13:8 kippte die Partie. Halterns Trainer nennt gleich mehrere Gründe für die unglückliche und knappe 20:22-Niederlage.

„Wir waren fast 50 Minuten die bessere Mannschaft“, stellte Halterns Trainer nach der Partie fest. Sein Team ging früh durch Carina Keysers und Hannah Pauly mit 2:0 in Führung (3.). Und auch danach dominierten die Halternerinnen über weite Strecken das Spielgeschehen.

Ein Neuzugang trifft sehenswert zum 12:8

Kurz nach einer Auszeit von BVB-Coach Colin Rapp kamen die Gäste mit einem Doppelschlag jedoch zurück und glichen zum 4:4 aus (16.). Anika Höppe sorgte jedoch nur eine halbe Minute nach dem Ausgleich direkt wieder für die Führung der Gastgeber.

Doch die BVB-Spielerinnen glichen im Verlauf der ersten Halbzeit immer wieder aus. Bis zur Pause erarbeiteten sich die Halternerinnen aber doch noch eine 9:7-Führung. Nach dem Wiederanpfiff übernahm erneut der HSC das Spiel und baute die Führung durch Tore von Saskia Scheipers (33.) und Hannah Pauly (34.) weiter aus.

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Besonders Paulys Treffer sorgte für Begeisterung auf den Zuschauerrängen. Mit dem Rücken zum Tor und im Fallen traf der Neuzugang von Sparta Münster sehenswert ins rechte untere Eck. Wenig später erhöhte Christina Eirich noch auf 13:8 (35.). In der Folge gelang es dem Team von Andreas Stolz aber nicht, die komfortable Führung weiter auszubauen.

Der BVB nutzt seine Überzahl, der HSC nicht

„Da hätten wir dann Nadelstiche setzen können“, sagte Stolz. Doch genau das gelang seiner Mannschaft nicht und so holten die Gäste aus Dortmund nach und nach auf. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff glich der BVB nach langer Zeit mal wieder aus.

Danach gelang es dem HSC zwar mehrmals, wieder in Führung zu gehen, doch erneut kamen die Dortmunderinnen immer wieder zurück, ehe sie dann in der 51. Minute erstmals selbst vorne lagen. Nach dem 17:18-Treffer musste dann auch noch Neuzugang Annika Seher für zwei Minuten vom Platz. Die Gäste nutzten das aus und erhöhten auf 17:19 (52.).

Nur eine Minute später waren es dann die Halterner Spielerinnen, die mit einer Feldspielerin mehr agierten. Doch etwas Zählbares konnten sie sich während der Überzahl nicht erspielen. Beim Stand von 17:20 (55.) nahm Andreas Stolz noch einmal eine Auszeit und schwor sein Team auf die letzten Spielminuten ein. Doch es sollte am Ende nicht mehr reichen. Der HSC unterlag den Dortmundern mit 20:22.

Halterns neue Nummer eins bekommt Sonderlob

Natürlich sei die Nervosität vor dem ersten Verbandsligaspiel groß gewesen, sagte Stolz hinterher. Und „vielleicht war auch der Respekt vor dem BVB zu groß“. Doch letztendlich habe sein Team einfach zu viele simple Ballverluste im Spielaufbau gehabt. „Die hat Dortmund zu 70 Prozent genutzt“, stellte der HSC-Trainer fest.

Ein Sonderlob vom Trainer verdiente sich derweil Halterns Torhüterin Dilara Gholam-Zadah. Die Halternerin, die seit dieser Saison als Stammtorhüterin auf dem Feld steht, habe sein Team in schwierigen Phasen „im Spiel gehalten“ und unter anderem auch einen Siebenmeter pariert.

HSC: Gholam-Zadah, Mühlenbrock - Scheipers (4), Mordhorst (3), Riekötter (1), Marx (1), Saalmann (1), Plogmaker (2), Pauly (2), Höppe 18 (1), Eirich (2), Seher, Keysers (2), Berg (1)

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