Das erste Training im Fitnessstudio nach sieben Monaten: Spaß hat es gemacht, der Muskelkater ließ aber nicht lange auf sich warten. © Pascal Albert

Muskelkater aus der Hölle, wie hab ich dich vermisst – endlich wieder Fitnessstudio

Nach einer langen Pause darf in Fitnessstudios endlich wieder trainiert werden. Das erste Training nach sieben Monaten bedeutete aber vor allem eines: Muskelkater. Ein Erfahrungsbericht.

Im Kreis Recklinghausen dürfen Fitnessstudios seit dem 1. Juni unter Auflagen wieder öffnen. Sieben Monate konnten sie ihre Türen nicht öffnen. Wie lang sieben Monate sind, habe ich jetzt am eigenen Leib erfahren. Das erste Training nach der langen Corona-Zwangspause hat bei mir Spuren hinterlassen.

„Zum Start ein bisschen lockeres Fahrradfahren, das wird schon nicht so schlimm sein“, hatte ich mir zu Beginn meines ersten Trainings gedacht. Schnell zeigte sich, dass zumindest ein wenig Kondition noch vorhanden ist. Was sich einige Stunden später aber schon zeigte: Anstrengend war es trotzdem, der Körper zeigte erste Reaktionen.

Leichtere Gewichte, mehr Wiederholungen, gleich großer Schmerz

Locker anfangen, raten Experten denjenigen, die seit vielen Monaten gar nichts mehr gemacht haben und zu denen auch ich zähle. Locker angefangen habe ich nach einem 40-minütigen Aufwärmen auf dem Fahrrad mit ein paar Übungen für die Schulter- und Nackenmuskulatur, die in den vergangenen Monaten am Schreibtisch und ohne Training vermutlich am meisten gelitten hat.

Das Aufwärmprogramm bestand aus 40 Minuten Radfahren. Danach kam erst der wirklich schlimme Teil. © Pascal Albert © Pascal Albert

Gewöhnungsbedürftig war direkt die Wahl der richtigen Hanteln. Ein leichteres Gewicht und mehr Wiederholungen wurde mir vorab geraten. So wurde ganz schnell aus einer Übung mit 20 Kilogramm pro Hand und 8 Wiederholungen eine mit 8 Kilogramm und 15 Wiederholungen.

Weniger Gewicht bedeutet aber längst nicht, hinterher auch weniger Muskelkater zu haben. Nach sieben Monaten Pause machten sich am nächsten Morgen auch die leichteren Gewichte bemerkbar.

Meine Arme bekomme ich seitdem nicht mehr allzu hoch, der Muskelkater gleicht einer Bestrafung aus der Hölle. Erst am Morgen nach dem ersten Training wird mir bewusst, wie sehr ich das Training eigentlich vermisst habe und wie schön ein Muskelkater doch sein kann. Das Gefühl, etwas Körperliches getan zu haben, ist endlich wieder da.

„Ein Schritt zurück zur Normalität“

Was übrigens bei den ersten Trainingseinheiten auffällt: Die Frage, ob es zum Start einen großen Ansturm oder doch eher gähnende Leere geben wird, lässt sich zumindest in meinem Studio klar beantworten. Denn an den ersten Vormittagen war es verhältnismäßig leer. Das könnte auch noch einige Zeit so bleiben, wird sich aber mit Sicherheit bald normalisieren.

Auch schön: Alles ist etwas entspannter als nach der Öffnung nach dem ersten Lockdown. Einzelne Geräte sind nicht wieder abgesperrt, die Duschen und Saunen können direkt wieder benutzt werden und auch ein Kaffee nach dem Training ist schon wieder möglich.

„Ein Schritt zurück zur Normalität“, sagte mir ein Mitarbeiter nach meinem ersten Training. Ein Schritt, auf den viele – mich eingeschlossen – lange warten mussten und der hoffentlich nicht der letzte in den kommenden Wochen und Monaten gewesen sein wird.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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