Nach Ahlen-Wechsel: Rafael Hester übt deutliche Kritik am TuS Haltern

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Rafael Hester steht von nun an für RW Ahlen zwischen den Pfosten. Beim TuS Haltern spielte er drei Jahre lang. Die letzten Monate stießen ihm sauer auf - nun kritisiert er den Verein.

Haltern

, 17.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Zuge seines Wechsels zu Regionalligist RW Ahlen hat sich Torhüter Rafael Hester ausführlich zu seinen Beweggründen für den Wechsel geäußert. Dabei kritisiert er auch seinen Ex-Verein TuS Haltern am See. Die Kommunikation im Zuge der Einführung des Bilbao-Konzeptes und des späteren Trainerwechsels stießen ihm sauer auf.

„Ich bin froh, dass dieser Kaugummi-Transfer endlich durch ist“, sagt Hester über seinen Wechsel zu Ahlen, der sich lange gezogen hatte, ehe beide Seiten sich doch noch einigen konnten. „Die Zeit war für mich belastend“, gesteht er. Beim TuS trainierte er bereits nicht mehr mit, ein Wechsel zeichnete sich klar ab. Eine richtige Vorbereitung hatte er dadurch nicht.

„Ich habe aus den Medien vom Bilbao-Konzept erfahren“

Zwischenzeitlich trainierte er bei anderen Vereinen mit. Beim Wuppertaler SV allerdings ohne Erlaubnis der Halterner. „Ich fand es sehr befremdlich, dass das Thema Wuppertal so groß gemacht wurde“, sagt er. Die Vereinsverantwortlichen seien über das Training im Vorfeld informiert worden. Zudem sei schon länger klar kommuniziert worden, „dass ich den Verein verlassen möchte“.

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Ein gewichtiger Grund für seine Abschiedsgedanken war die Einführung des Bilbao-Konzeptes. Seitdem möchte der TuS wieder vermehrt auf einheimische Spieler, am besten noch aus der eigenen Jugend, setzen. Spätestens als der Verein seinen Rückzug in die Oberliga bekannt gab, war für Rafael Hester klar, dass er Haltern verlassen möchte. „Da ich den Halterner Weg nicht mitgehen wollte, musste ich gucken“, sagt er.

Besonders ärgerlich war für den 27-Jährigen allerdings nicht das neue Konzept, sondern wie es kommuniziert wurde. „Ich habe aus den Medien vom Bilbao-Konzept erfahren“, erklärt der Torwart. Und auch von dem Trainerwechsel von Magnus Niemöller zu Timo Ostdorf habe er nicht zuerst durch den Verein, sondern erneut aus den Medien erfahren.

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„Wenn du dann von Kollegen darauf angesprochen wirst und du es selbst noch nicht gelesen hast, fühlst du dich dann schon vor den Kopf gestoßen“, sagt er. „Wir hatten für die Regionalliga eine super Mannschaft und einen super Trainer.“ Mit ein, zwei weiteren Verstärkungen, ist sich Hester sicher, „hätten wir in dieser Saison für eine Überraschung sorgen können“.

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