NBA als Vorbild: ETuS bestreitet das ungewöhnlichste Spiel des Jahres

hzFußball: Kreisliga A

Der ETuS Haltern bestreitet am Sonntag eine besondere Partie, die maßgeblich von einem System aus dem US-Sport beeinflusst wird. Den Gegner haben zudem nicht die beiden Trainer ausgesucht.

Haltern

, 25.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Testspiele sind ein immens wichtiger Teil jeder Saisonvorbereitung. Trainingseinheiten werden genutzt, um neue Inhalte zu vermitteln, das Testspiel dient dann dazu, diese Inhalte auch zu verinnerlichen und umzusetzen. Da die Trainer ihre Mannschaft in diesem Jahr nicht - wie sonst oft üblich - zur Pause munter durchmischen dürfen, da maximal 30 Spieler von beiden Teams eingesetzt werden dürfen, haben viele Mannschaften diesmal einfach mehr Testspiele organisiert. Den ETuS Haltern erwartet nach der ersten Partie gegen den FC Marbeck am Sonntag, 26. Juli, um 12 Uhr bereits das nächste Spiel. Es wird das wahrscheinlich ungewöhnlichste Duell des Jahres.

Meist sind es die Trainer, die Testspiele organisieren und die passenden Gegner ausfindig machen. Doch den kommenden Gegner haben die Spieler des Kreisliga-A-Aufsteigers selbst ausgesucht: Sie spielen gegen ihre eigenen Teamkollegen. Elf gegen Elf, Thomas Schaffrinna gegen Phillip Oligmüller. ETuS gegen ETuS. „Die Idee entstand innerhalb der Mannschaft, „weil wir so viele sind“, erklärt Schaffrinna.

Die beiden Trainer wählen abwechselnd einen Spieler

Während die Halterner keinen einzigen Abgang zu verzeichnen haben, hat sich das Team mit gleich 14 Spielern verstärkt. Außer Marius Gröner vom FC Marl sind alle anderen aber interne Neuzugänge aus der eigenen Jugend. Nun hat der ETuS aber einen ziemlich großen Kader. Sogar so viele Spieler, dass nicht mal ansatzweise alle bei einem Testspiel gegen einen anderen Verein Spielpraxis erhalten können. Daher schlugen die Spieler vor, ein internes Duell zu veranstalten.

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Jedes Jahr veranstaltet Schaffrinna mit seiner Mannschaft einen Tag zu Beginn der Vorbereitung, an dem sich alle treffen, gemeinsam frühstücken und sich dann intensiv über die neue Saison austauschen und sich vorbereiten. Als Abschluss gebe es dann immer ein Testspiel. In diesem Jahr wird es eben ein Spiel gegen die eigenen Teamkollegen geben.

Ausgelost werden die beiden Mannschaften aber nicht. Bei der Spielerwahl haben sich Thomas Schaffrinna und Phillip Oligmüller vom amerikanischen System des sogenannten „Draft“ inspirieren lassen. Dort haben Vereine - beispielsweise die der NBA - die Chance, in einer vorab festgelegten Reihenfolge begehrte Talente zu verpflichten. So ähnlich wird es auch beim ETuS laufen. Erst wird gelost, wer anfangen darf, dann wählen beide Trainer abwechselnd einen Spieler aus. Am Ende bekommt die Mannschaft eine Liste, wer bei wem spielt.

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Was der Gewinner bekommen wird, steht noch nicht fest. „Das haben wir noch nicht ausgemacht“, sagt Schaffrinna. Könnte der Gewinner nicht das Recht bekommen, in der kommenden Saison immer das letzte Wort bei der Aufstellung der Startelf zu haben? Eher nicht, sagt er und lacht. Aber das sei ohnehin jedes Mal spannend, verrät Halterns Trainer. Er und Oligmüller würden samstags immer sehr viel über die Aufstellung am Sonntag diskutieren und dabei auch nicht immer dieselbe Meinung vertreten. Am Sonntag könne man sich dann aber immer rechtzeitig einigen. Diesmal wird jeder seine eigene Aufstellung machen dürfen.

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