„Neue Hiobsbotschaft“: Die Liste der Flaesheimer Ausfälle wird länger und länger

hzFußball: Kreisliga

Mit Florian Moos fing es an beim Fußball-Kreisligisten aus Flaesheim. Er fehlt mit einem Kreuzbandriss dem Team von Michael Onnebrink länger. Die Liste der Ausfälle wird länger.

Flaesheim

, 14.08.2019 / Lesedauer: 3 min

Die neue Saison ist gerade einen Spieltag alt, doch Michael Onnebrink, Trainer des Fußball-Kreisligisten aus Flaesheim, ist genervt, zumindest wenn er auf die aktuelle Personalsituation bei seiner Mannschaft blickt. „Ich kann das Wort ‚Kreuzbandriss‘ nicht mehr hören“, sagt Onnebrink. Denn die Liste der Ausfälle bei seiner Mannschaft wird in dieser Saison eher länger als kürzer. Zudem ging das erste Duell der neuen Saison verloren (0:2 gegen den FC Recklinghausen).

Alles begann im Vorbereitungsspiel seiner Mannschaft gegen die Zweitvertretung der TSG Dülmen. „Das war eine doofe Aktion“, sagt Florian Moos. „Ich habe mit Links geschossen, bin dann mit Links aufgekommen und dann ist das Knie nach innen weggeknickt.“ Seit rund vier Wochen also fehlt er seiner Mannschaft. Diagnose: Kreuzbandriss.

Schröter bricht sich den Fuß

„Das ist für uns komplett bitter“, erklärt sein Trainer Michael Onnebrink. Seitdem aber komme beim Kreisligisten eins zum anderen. Lucas Mann (Muskelfaserriss) verletzte sich früh bei der Stadtmeisterschaft. Auch Tim Bonka (Sprunggelenk) konnte das Turnier nicht beenden. Im Finale dann musste Kapitän Thomas Fritzsche (Rücken) verletzt ausgewechselt werden. Matthias Koch fehlt dem Team schon seit der Wintervorbereitung mit einem Kreuzbandriss.

Nun hat es auch Phil Schröter erwischt. Er hat sich im ersten Ligaspiel gegen den FC Recklinghausen (0:2) den Fuß gebrochen. „Eine neue Hiobsbotschaft“, sagt Onnebrink. Die Hinrunde ist für ihn wohl gelaufen. Und auch Maik Knoblich (Fuß) wird wohl pausieren müssen. „Da habe ich noch keine Diagnose, aber ich habe ein bisschen Angst“, sagt der Trainer. Zudem fehlen Onnebrink in den nächsten zwei Wochen Hendrik Brünninghof, Robin Pötter und Philip Socher (alle im Urlaub). Marius Klihs muss die gesamte Woche abends arbeiten.

„Neue Hiobsbotschaft“: Die Liste der Flaesheimer Ausfälle wird länger und länger

Die Stadtmeisterschaften konnte Moos nur vom Spielfeldrand aus beobachten. © Juergen Patzke

„Wir schleppen einen Ballast durch die Gegend, der hat einige Kilo“, bilanziert Onnebrink. Und gerade in einer Zeit, in der das Personal so knapp ist, würde die schwere Verletzung von Florian Moos besonders wehtun. „Klar fehlt er uns als Fußballer, aber er fehlt uns auch menschlich“, erklärt sein Trainer.

„Wer lässt sich schon gerne am Körper rumschnibbeln“

„Ich bin froh, dass ich nicht operiert werde“, sagt Moos, zumindest vorerst. „Wer lässt sich schon gerne am Körper rumschnippeln. „In den nächsten Wochen werde sich zeigen, wie es weitergehe. „Mit ein bisschen Glück ist es nur ein Teilabriss“, erklärt der Spieler. So wird er aktuell konservativ behandelt. „Die Ärzte sehen aber wohl erst nach ein paar Wochen oder Monaten, wie stabil das Knie ist“, sagt er. „Aber es wird Tag für Tag besser.“ Der Skiurlaub, den er für den Winter geplant hatte, steht aber zumindest auf der Kippe.

„Ich muss es so hinnehmen und das Beste draus machen“, sagt er. Bei der Stadtmeisterschaft habe ihm allerdings das Herz geblutet. „Ich konnte nur ein bisschen anfeuern, das ist nicht so schön. Ich hatte mich sehr auf das Turnier auf der heimischen Anlage gefreut“, erklärt er. „Zumindest hat es mit dem Titel geklappt.“ Doch auch wenn er wohl mindestens das nächste halbe Jahr nur von außen anfeuern kann, „ich lasse mir dadurch nicht meine Laune verderben“.

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