„Nicht unsere Kragenweite“: Der HSC Haltern-Sythen hakt seine erste Niederlage direkt ab

hzHandball: Oberliga

Im dritten Spiel musste sich der HSC Haltern-Sythen erstmals in der Oberliga geschlagen geben - und das sogar ziemlich deutlich. Halterns Trainer war mit einigen Dingen dennoch zufrieden.

Haltern

, 28.09.2019, 21:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der HSC Haltern-Sythen kassiert seine erste Niederlage in der Oberliga. Dabei zeigten die Halterner in der ersten Halbzeit gegen die TSG Altenhagen-Heepen, dass sie durchaus mit den Großen der Liga mithalten können. Doch dann kamen die zweiten 30 Minuten.

„Die erste Halbzeit war noch ganz gut“, sagte HSC-Trainer Gerard Siggemann nach der deutlich 21:33-Niederlage seiner Mannschaft. Die Halterner kamen gegen den Favoriten aus Bielefeld besser in die Partie. Immer wieder reagierten die Gäste auf Rückstände mit schnellen Gegenzügen, die aber zu Beginn aufgrund der gut stehenden HSC-Defensive oft abgebrochen werden mussten.

HSC braucht zehn Minuten für das erste Tor in Halbzeit zwei

In der 14. Minute war es dann aber doch soweit: Altenhagen-Heepen drehte die Partie und ging mit 5:4 in Führung. In der Folge zeigten beide Teams einige Unsicherheiten vor dem gegnerischen Tor. Die Gäste setzten allerdings oft besser nach und trafen mehrmals durch zweite Bälle. In den folgenden Minuten konnten sie sich so einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeiten (20.).

Doch der HSC blieb dran, verkürzte immer wieder, aber kam nicht zum Ausgleich. Und so ging es mit einem knappen, aber verdienten 13:15-Rückstand in die Halbzeitpause.

Ab dem Wiederanpfiff zogen die Gäste das Tempo dann aber deutlich an und bauten ihre Führung Tor um Tor aus. Erst in der 40. Minute war es Jan-Bernd Kruth, der den ersten Halterner Treffer der zweiten Hälfte markierte - da war die TSG aber bereits auf 14:23 enteilt.

Altenhagen-Heepens Torwart lässt Halterner verzweifeln

Einige Minuten zuvor hatte Gerard Siggemann seine Auszeit genutzt. Danach stellte seine Mannschaft auf eine offene Deckung um. Mit der war der HSC-Trainer dann auch zufrieden - auch wenn die Umstellung die deutliche Niederlage am Ende auch nicht verhindern konnte.

Er habe in Halbzeit zwei „alles auf eine Karte gesetzt“, sagte der Trainer direkt nach dem Abpfiff. „Ich wollte verhindern, dass wir gegen ihre Abwehrwand rennen“, erklärte er. Doch der Plan ging nur teilweise auf. Denn Altenhagen-Heepens zur zweiten Halbzeit eingewechselter Torhüter Paul-Janis Twarz hielt fast alles, was auf sein Tor kam.

„Das Spiel interessiert mich gleich nicht mehr“

„Wir hatten eine unheimlich schlechte Quote“, wusste auch Siggemann. Dafür, dass seine Mannschaft am Ende mit zwölf Toren Unterschied verlor, gab er sich auch eine Mitschuld, aufgrund seiner offensiveren Umstellungen. „Das war sicherlich mein Verschulden“, erklärte er. Doch letztendlich sei Altenhagen-Heepen auch „nicht unsere Kragenweite“. Zufrieden war er aber dennoch mit der Einstellung seiner Mannschaft.

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„Wir haben bis zum Ende gekämpft, das ist ganz wichtig.“ Die deutliche Niederlage interessierte den Trainer aber ohnehin kurz nach dem Abpfiff nicht mehr. „Das Spiel haken wir ab. Wir haben gar keine Zeit, das Spiel aufzuarbeiten.“ Denn schon am Mittwoch geht es für ihn und sein Team beim HTV Hemer weiter.

„Das Spiel interessiert mich gleich nicht mehr“, sagte Siggemann. Bereits am Sonntagabend werde er mit der Vorbereitung auf das kommende Oberligaspiel starten.

HSC: Lüger, Haunert (1) - Scherer (1), Knöner (2), M. Beumer (2), Schulte-Lünzum (1), J. Schrief (4/1), P. Schrief, J. Beumer (4), Kruth (6), Alkemper, Mühlenbrock, H. Schrief, Wolak

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