Oberwahrenbrock sichert dem TuS Haltern die Null: „Ein Super-Schnapper“

hzRegionalliga-Debüt

Erst am Sonntag war Tim Oberwahrenbrock klar, dass er beim ersten Regionalliga-Spiel des TuS Haltern am Sonntag in Lotte im Tor steht. Gegen den Drittliga-Absteiger blieb er ohne Gegentor.

Lotte

, 30.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war am Sonntag in der 23 Spielminte: Lottes Marcel Sobotta lief über die rechte Seite auf das Tor des TuS Haltern am See zu, zog in den Strafraum und setzte sich gegen Halterns Robin Schultze und Christoph Kasak durch. Er zog ab, doch Halterns Torhüter Tim Oberwahrenbrock war zur Stelle. „Da war ich noch mit den Fingerspitzen dran“, sagt Halterns Schlussmann. „Viele hatten wohl schon gedacht, der Ball ist drin.“

„Spiel hätte auch ganz anders ausgehen können“

Und nicht nur in dieser Szene, auch über die 90 Minuten, blieben die Halterner - teils auch glücklich - ohne Gegentor. Wenn es etwas zu halten gab, war Oberwahrenbrock zur Stelle. Von Torjäger Stefan Oerterer gab es schon kurz nach Abpfiff ein Kompliment. „Wir hatten einen Super-Schnapper heute“, sagte Oerterer. Sein Trainer Magnus Niemöller sprach von einer außergewöhnlichen Leistung und der nötigen Portion Glück. „Das Spiel hätte auch ganz anders ausgehen können“, sagt Oberwahrenbrock.

Dabei hatte sich Oberwahrenbrock eigentlich nur an den Auftrag von Halterns Arda Nebi gehalten: „Er hat mir vor dem Spiel gesagt: ‚Wenn die Jungs auf dein Tor kommen, dann halte einfach den Ball‘. Das hat ja ganz gut geklappt“, erklärt Oberwahrenbrock.

Oberwahrenbrock sichert dem TuS Haltern die Null: „Ein Super-Schnapper“

Für Tim Oberwahrenbrock war es der erste Einsatz in der Regionalliga. © Holger Lindner

Dabei blieb ihm gar nicht so wirklich Zeit, sich auf sein Debüt in der Regionalliga West vorzubereiten. Erst am Sonntag in der Mannschaftsbesprechung wurde dem 29-Jährigen mitgeteilt, dass er gegen Lotte zwischen den Pfosten stehen wird. „Ich bereite mich aber auf jeden Spieltag gleich vor“, sagt der Torhüter.

„Eigentlich wären wir mit Hester in die Saison gegangen“

„Eigentlich wären wir mit Torhüter Rafael Hester in die Saison gegangen, wenn jetzt nichts Außergewöhnliches passiert wäre“, sagt Halterns Trainer Magnus Niemöller. Doch Hester, der in der vergangenen Saison die Rückrunde zwischen den Pfosten stand beim TuS, hat sich an der Schulter verletzt. Eine offizielle Diagnose gibt es noch nicht. Es steht noch eine Untersuchung beim Spezialisten aus.

„Am Samstag hatten wir noch die Hoffnung, dass Rafa spielen kann“, sagt Niemöller. Mitte der Woche habe Hester über Schulterprobleme geklagt. So verpasste er erst die Einheit am Donnerstag und dann das Abschlusstraining. „Das Risiko war uns dann am Sonntag zu groß“, erklärt Niemöller. So musste Hester von der Tribüne aus zusehen, wie sein Team den ersten Sieg der Saison feierte. „Vielleicht hilft uns auch die Zeit“, sagt Halterns Trainer. Denn das nächste Regionalligaspiel steht für die Halterner am 17. August gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf statt. „Für Rafa ist es natürlich schade“, erklärt Oberwahrenbrock. „Aber für solche Situationen hat mich Haltern geholt.“

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