Stefan Oerterer (r.) kehrt im Sommer zur Spielvereinigung Erkenschwick zurück. © Jürgen Patzke
Fußball: Oberliga

Oerterer über seinen Wechsel: „Da sind zwei Herzen in meiner Brust“

Im Sommer ist nach fünf Jahren Schluss, Stefan Oerterer verlässt den TuS Haltern. Dem Verein werde er immer dankbar sein, sagt er. Denn mit dem TuS verwirklichte er einen lang gehegten Traum.

Stefan Oerterer wird den TuS Haltern am See im Sommer verlassen und zur Spielvereinigung Erkenschwick zurückkehren. Für den 32-Jährigen keine einfache Entscheidung. Der Stürmer erklärt, was ihn überzeugt hat. Außerdem gibt er einen Erklärungsversuch, warum er seit über einen Jahrzehnt quasi immer spielt und nie verletzt ist.

Aufgrund seiner Vergangenheit bei Erkenschwick habe er natürlich immer weiter Kontakt zu den Leuten im Verein gehabt, sagt Stefan Oerterer. Schon im vergangenen Sommer hätte sich die Spielvereinigung um ihn bemüht. „Da wollten sie mich unbedingt zurück“, erzählt er.

Stefan Oerterer wollte seinen Vertrag beim TuS Haltern erfüllen

Zum Wechsel kam es allerdings nicht, weil der Halterner seinen Vertrag beim TuS erfüllen wollte. „Außerdem wollte ich das neue Konzept mittragen und Timo (Ostdorf, seit 2020 Trainer des TuS, Anm. d. Red.) ein bisschen helfen. Ich hatte richtig Bock darauf, wir hatten und haben eine coole Truppe.“

Mit dem Gedanken, den TuS Haltern am See zu verlassen, habe er nicht schon länger gespielt, sagt Oerterer. „Die Erkenschwicker haben sich jetzt aber wieder sehr um mich bemüht.“ Zudem werde er bald schon 33 Jahre alt, „da muss man sich dann schon Gedanken machen, was die nächsten Jahre noch passieren soll“.

Die Verantwortlichen der Spielvereinigung hätten ihn letztendlich mit ihrem Konzept überzeugen können. „Ich möchte noch zwei, drei Jahre spielen, am besten so lange mein Körper mich noch trägt“, erklärt der Stürmer. Danach, so erste Gedankenspiele, könnte er den Erkenschwickern in einer neuen Position außerhalb des Platzes erhalten bleiben.

Fast immer stand Stefan Oerterer auf dem Platz

Seit fast 15 Jahren spielt Stefan Oerterer im Seniorenfußball. 12 Jahre davon war er so gut wie immer auf dem Platz zu finden, verpasste fast kein Spiel. „Ich bin zum Glück von Verletzungen verschont geblieben und hoffe, dass das auch so bleibt“, sagt er.

„Ich habe immer Bock zu spielen“, so Oerterer, der auch schon mal bei der zweiten Mannschaft bei der Halterner Stadtmeisterschaft aushalf. Dass er immer fit war, dafür hat der Stürmer keine wirkliche Erklärung, nur eine Vermutung. „Meine Mama ist Griechin, ich habe also griechisches Blut und griechische Knochen, da kann nichts kaputt gehen“, sagt er und lacht.

Sein Sommer-Wechsel, das betont der Knipser, ist derweil „keine Entscheidung gegen Haltern, sondern eine für die Spielvereinigung“. Denn dem TuS Haltern am See hat er einiges zu verdanken.

Am liebsten würde sich Stefan Oerterer vor Zuschauern verabschieden

„Haltern hat mir meinen Traum erfüllt, Regionalliga spielen zu können“, sagt er. Dafür sei er dem Verein sehr dankbar. „Da sind zwei Herzen in meiner Brust.“ Das eine schlägt schwarz-weiß, das andere schwarz-rot.

Am liebsten würde sich Stefan Oerterer vom TuS Haltern auf dem Platz verabschieden, am besten vor Zuschauern. „Das wäre super“, sagt er, doch wirklich daran glauben kann er aufgrund der derzeitigen Situation nicht.

Sollte aber zumindest noch mal die Saison fortgesetzt werden, wird der 32-Jährige weiterhin alles für den TuS geben. „Ich habe auch lange mit Timo telefoniert und natürlich gesagt, wenn es noch mal losgeht, werde ich alles raushauen.“

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Pascal Albert

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