Orientierungsläufer aus Haltern nehmen langsam wieder Tempo auf

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Nach den Lockerungen für Freiluftsportarten, können nun auch die „Westfälischen Orientierungslauf Freunde Haltern e.V.“ (Wolf) endlich wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen.

Haltern

, 26.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Der Orientierungslaufsport ist eine ausgeprägte Individual- und Freiluftsportart, bei der wir die notwendigen Schutzmaßnahmen wie Abstandshaltung und Hygiene relativ problemlos umsetzen können“, erklärt Volker Loose, der 1. Vorsitzende des Vereins.

Mit dem traditionellen Linda-Bergjürgen-Gedächtnispokal fand vor den Coronabeschränkungen am 14. März rund um den „Uhlenhof“ in Holtwick der letzte offizielle Halterner Wettkampf im „Foxoring“ statt. Hier siegte auf der Kurzdistanz souverän die erst 15-jährige Lisa Harms vor Ihrer auf dem etwas undankbaren vierten Platz eingelaufenen Vereinskameradin Karlotta Röhring. Die beiden deutschen Jugendmeisterrinnen nutzten die Veranstaltung auch als Training unter Wettbewerbsbedingungen, für die mittlerweile leider schon abgesagte Jugendweltmeisterschaft in Slowenien, wo Sie mit der Jugend Nationalmannschaft Ende Juni hätten starten sollen.

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Während der Lockdown-Zeit hatte sich Vereinsmitglied Christian Harms für das Individualtraining der Sportler etwas ganz besonderes ausgedacht. Auf Basis einer alten Karte der „östlichen Haard“, die im Jahr 1990 für die Deutsche „Ultralang“-Meisterschaft im Orientierungslauf erstellt wurde, versteckte er im Bereich des „Jammertal Ressorts“ zwölf kleine rote Holzwürfel als „Postenersatz“ im Wald. Nach entsprechender Überarbeitung stellte er dann die Karte Online.

Rund 40 Teilnehmer

Damit konnte nun jeder angesichts der sonst vollkommen stillstehenden Sportaktivitäten ein individuelles, eigenes Training durchführen. Harms sagt erfreut: „Bis heute haben sich rund 40 Teilnehmer mit sehr positivem Feedback bei mir gemeldet.“ Darunter waren sogar Läufer, die bei der DM 1990 persönlich teilgenommen hatten, und auch der Kartenersteller Uwe Dresel, der mittlerweile in Hamburg lebt und dort nach wie vor Orientierungsläufe organisiert.

Allerdings wurde durch das Coronavirus auch der eigentliche Jahresplan des Vereins massiv beeinträchtigt. So mussten die geplanten örtlichen Vereinsaktivitäten an den Halterner Schulen und mit der Feuerwehr schweren Herzens abgesagt werden. Auch die Landes- und Bundeswettkämpfe, die Weltmeisterschaften der Jugend und Senioren in Slowenien und Serbien und auch die angesetzten Fahrten zu Veranstaltungen in den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden wurden abgesagt.

Zweite offizielle Trainingseinheit

Doch am 24. Mai konnte endlich der offizielle Trainingsbetrieb mit einem Peiltraining im „Sundern“ wieder aufgenommen werden. Dafür hatte Distriktreferent Matthias Berse jeweils fünf Sender in zwei separaten Läufen ausgelegt. Am 13. Juni folgte mit einem „Foxoring“ die zweite offizielle Trainingseinheit, an der erneut über 30 Sportler teilgenommen haben.

Bei dieser Variante müssen die Teilnehmer mit Hilfe einer Orientierungslaufkarte zunächst in Postennähe kommen und können erst danach das Signal des Senders hören. Mit einer solch starken Trainingsteilnahme war so noch nicht zu rechnen. Loose: „Man merkt, dass die Leute wieder heiß auf den Sport in der Natur sind.“

Mittlerweile blickt man im Verein wieder vorsichtig optimistisch in die Zukunft und geht davon aus, dass viele der ausgefallenen Veranstaltungen im Herbst oder im nächsten Jahr nachgeholt werden, da die Veranstalter die Genehmigungen und Planungen bereits fertig in der Schublade haben.

Das nächste Training findet voraussichtlich am 15. August wieder im Bereich „Sundern“ statt. Interessierte sind herzlich willkommen. Kontakt unter: www.w-olf.de.

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