Plogmaker feiert sein Torwart-Debüt und hofft auf „eine einmalige Sache“

hzFußball: Kreisliga A

Als Kapitän und Feldspieler hat Kevin Plogmaker Sythen in die Kreisliga A geführt. Nun musste er jedoch im Tor aushelfen. Von seinem Trainer gab es ein Lob, der Spieler selbst war kritischer.

Sythen

, 20.10.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das 0:3 gegen Westfalia Gemen II wird Kevin Plogmaker vom TuS Sythen wohl nicht so schnell wieder vergessen. Denn ab der 38. Minute musste der Kapitän des A-Liga-Neulings das Tor hüten - obwohl noch ein weiterer Torwart auf der Bank saß.

„Es war ungewohnt“, sagt Plogmaker über die neue Erfahrung, die er am Sonntag, 18. Oktober, machen musste. In der 38. Minute sah Torhüter Philipp Berten die Rote Karte, nachdem er zu spät kam und seinen Gegenspieler erwischte.

Auf der Bank hatten die Sythener zwar noch Lukas Plogmaker, doch der Ersatzkeeper hatte sich zuletzt den Finger gebrochen und sollte eigentlich nur für den Notfall eine Option im Sturm sein. Mit Blick auf die drohende Sperre von Berten wollte Trainer Dennis Schulz dann aber auch nicht das Risiko eingehen, dass sich sein zweiter Torhüter auch noch schwerer verletzt.

„Ich wünsche mir, dass sich das nicht wiederholt“

Daher verzichtete er auf seinen Einsatz, weshalb Kevin Plogmaker einspringen musste. Abgesprochen sei das nicht gewesen, verrät der Aushilfs-Torwart. „Das war ein Prozess von ein, zwei Minuten“, an dessen Ende es die logische Entscheidung gewesen sei, ihn ins Tor zu stellen. Denn Plogmaker hatte selbst schon Gelb gesehen, einen weiteren Platzverweis wollten die Sythener nicht riskieren.

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Sein Trainer war zufrieden mit der Premiere seines Kapitäns im Tor. „Das war ganz ordentlich“, sagt er. Ein Lob, über das sich Plogmaker freut, doch er sieht seine Leistung etwas kritischer. „Ich denke, man hat schon gesehen, dass da ein Feldspieler im Tor ist“, sagt er.

Ein Eindruck, den Schulz aber auch bestätigt. Vor allem bei der Ecke, die zum 0:2 führte, sei das deutlich erkennbar gewesen. Letztendlich war es aber auch der allererste Einsatz von Kevin Plogmaker im Tor. Und wenn es nach dem Sythener geht, wird es auch der einzige bleiben.

Kevin Plogmaker (r.) spielt eigentlich im Feld, musste gegen Gemen II aber im Tor aushelfen.

Kevin Plogmaker (r.) spielt eigentlich im Feld, musste gegen Gemen II aber im Tor aushelfen. © Ralf Deinl

„Das war hoffentlich eine einmalige Sache. Ich wünsche mir, dass sich das nicht wiederholt.“ Viel zu tun bekam er bis zum Abpfiff jedoch ohnehin nicht mehr. „Da muss ich ein großes Lob an meine Vorderleute aussprechen, ich musste nicht mehr viel eingreifen.“

Sythens Stürmer könnte früher wieder helfen als gedacht

Am Ende verlor sein Team dennoch mit 0:3. Das letzte Tor kassierten die Sythener dann in doppelter Unterzahl, nachdem der erst vor Kurzem zurückgekehrte Lukas Wemhoff auch noch verletzt vom Platz musste. Er fiel so unglücklich auf einen Finger, dass er nach der Partie ins Krankenhaus musste.

Sechs Wochen wird er nun voraussichtlich ausfallen, so Dennis Schulz. „Wir nehmen gerade alles mit“, sagt er leicht frustriert. Philipp Berten wird nicht ganz so lange fehlen, doch auch er wird aufgrund seiner Rot-Sperre drei Wochen ausfallen.

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Dafür könnte Marvin Polczinski schon wieder früher eine Option sein als ursprünglich gedacht. Der Stürmer könne schon wieder ein wenig trainieren, sagt sein Trainer, der den 23-Jährigen jedoch behutsam wieder aufbauen will. „Wir wollen da kein Risiko eingehen.“

Trotz der vielen Ausfälle schlägt sich der TuS Sythen bislang beachtlich in der Kreisliga A. „Wir können mit dem Saisonstart zufrieden sein“, sagt Kevin Plogmaker. „Wir haben gesehen, dass wir richtig gut mithalten können.“

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