Regionalliga-Lizenz für den TuS Haltern: Mit welchen Auflagen?

hzFußball: Regionalliga West

Nachdem der TuS Haltern seinen Antrag für die Regionalliga-Lizenz nachgebessert hatte, hat er nun die Lizenz erhalten. Dafür musste der TuS der Stauseekampfbahn ein kleines Update verpassen.

von Olaf Krimpmann, Pascal Albert

Haltern

, 04.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) am Donnerstag die 22 zur Regionalliga zugelassenen Vereine bekannt gab, war der TuS Haltern ein Klub auf der Liste - genauso wie 3.-Liga-Absteiger Preußen Münster, den der gebürtige Halterner Malte Metzelder nun verlässt. Wie in der Vorsaison hat der Verein die Lizenz nur mit Auflagen erhalten.

So muss der TuS für Abendspiele ein mobiles Flutlicht bereitstellen. Dass solche Spiele kommen, scheint gewiss, sollte die Staffel wirklich stolze 22 Klubs stark sein. Auch in dem Schreiben, das der TuS vom WDFV erhalten hat, wird darauf hingewiesen, dass aufgrund der Ligagröße viele englische Wochen quasi unumgänglich sind. Und Spiele innerhalb der Woche sind nun mal nur abends zu bewerkstelligen. Für eben diese benötige der TuS daher eine Flutlichtanlage.

35.000 Euro als Bürgschaft müssen nicht sofort hinterlegt werden

Noch haben die Vereine Bedenkzeit erhalten. Unter den 22 Klubs etwa befindet sich der insolvente Wuppertaler SV. Und auch am Stausee wird ganz offiziell an einen Rückzug in die Oberliga gedacht. Sportlich macht das aufgrund des großen Aderlasses an routinierten Spielern sicher Sinn. Auch könnte der TuS die Bürgschaft in Höhe von 35.000 Euro, die neben dem Flutlicht fällig werden, einsparen. Die 35.000 Euro müssen in diesem Jahr aber erst eine Woche vor dem Saisonstart hinterlegt werden, erklärt Roland Lorei, Medienreferent des WDFV. Das wurde vor einigen Wochen als Reaktion auf die Corona-Krise und die finanziellen Auswirkungen auf die Regionalligisten beschlossen.

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Staffelleiter Reinhold Spohn, zugleich Vorsitzender des Verbandsfußballausschusses des Fußball und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), wartet jetzt auf ein Zeichen aus Haltern. Auch der Funktionär weiß, dass der TuS mit einem Rückzug liebäugelt. Spohn ist aber auch entspannt in der Sache: „Wir können mit irgendeiner Planung doch erst starten, wenn die Politik uns die Rahmenbedingungen dazu gibt.“ Auf einen möglichen Saisonstart in Westfalen will sich Spohn daher ebenso wenig festlegen wie auf einen Spielmodus in der Oberliga.

Vielleicht kann der FLVW sich etwas beim Norden abschauen: Die Regionalliga Nord wird in der kommenden Saison in zwei Elfer-Staffeln ausgespielt. Was TuS Haltern jetzt nicht aus der Zwickmühle entlässt: Eine Entscheidung, wo der TuS Haltern seine sportliche Heimat sieht, möchte der Ausschussvorsitzende schon zeitnah haben, wie er sagt.

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Spätestens bis Ende des Monats sollte es aber Gewissheit geben. Denn die Regionalliga-Teams müssen bis zum 31. Juli dem Westdeutschen Fußballverband mitgeteilt haben, ob sie in der Regionalliga spielen oder doch lieber freiwillig eine Liga tiefer auflaufen wollen. Bislang habe sich noch kein Verein aus der Regionalliga zurückgezogen, bestätigt Roland Rolei vom WDFV.

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