Rotsperre ist nicht gleich Rotsperre: Wiedersehen für den TuS Haltern mit Rödinghausen

hzFußball: Westfalenpokal

Lukas Opiola, Lukas Diericks und Christoph Kasak fehlen dem TuS Haltern im Westfalenpokal mit einer Roten Karte. Doch nur ein Spieler kann seine Sperre am Dienstagabend absitzen.

Haltern

, 07.10.2019, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange ist es nicht her, als sich der TuS Haltern am See und der SV Rödinghausen in der Regionalliga gegenüberstanden. Mit 5:1 setzten sich die Gäste am 14. September in der Stauseekampfbahn durch.

Für Halterns Trainer Magnus Niemöller ist es ganz klar ein Vorteil, dass sein Team schon gegen den SV Rödinghausen gespielt hat. „Wir haben schon eine Vorstellung, was da auf uns zu kommt“, erklärt er. Dass der SV als Tabellenführer der Regionalliga nach Haltern kommt, ist Niemöller egal. „Wir mögen diesen Wettbewerb. In dem Pokal haben wir bereits außergewöhnliche Leistungen vollbracht.“

In der vergangenen Spielzeit endete für den TuS Haltern in Rödinghausen die Westfalenpokal-Saison. Mit 0:3 unterlagen die Halterner damals in der Verlängerung. „Es ist natürlich eine große Hürde, die es zu überwinden gilt“, sagt Niemöller. „Doch wenn man den Pokal gewinnen will, muss man irgendwann Rödinghausen schlagen.“

Rotsperre ist nicht gleich Rotsperre

Fehlen werden den Halternern definitiv die verletzten Cedric Vennemann und Tim Forsmann, wie auch die rotgesperrten Lukas Opiola, Lukas Diericks und Christoph Kasak. Doch Rotsperre ist hier nicht gleich Rotsperre.

Opiola, der im Spiel der U23 des TuS Haltern die Rote Karte nach einer Beleidigung sah, setzt gegen Rödinghausen das letzte Spiel seiner Sperre ab. Bei Diericks und Kasak - die beide in der Regionalliga vom Platz flogen - sieht es dagegen anders aus.

„Die Sperren können im Pokal nicht abgesessen werden“, sagt Klaus Overwien, Pokalspielleiter des Westfalenpokals. Für die Regionalliga gebe es eine Sonderregelung in der Spielordnung. „Die Sperre kann nur in der Regionalliga abgesessen werden“, erklärt er. Ergo: Kasak und Diericks fehlen am Dienstagabend, können ihre Sperre aber nicht absitzen.

Diese Regelung leitet Overwien aus der Rechts- und Verfahrensordnung des Westdeutschen Fußball-Verbandes ab. Dort steht unter Paragraf 10.2: „Wir ein Spieler in einem Punktespiel der Regionalliga West infolge zweier Verwarnungen (Gelb/Rot) im selben Spiel des Feldes verwiesen, so ist er für das nächste Punktespiel in der Regionalliga West automatisch gesperrt. Bis zum Ablauf der automatischen Sperre ist er auch für jeden Einsatz in jeder anderen Mannschaft seines Vereins/Tochtergesellschaft in einer unteren Spielklasse gesperrt.“ Für Overwien sei das Strafmaß einer Roten Karte ähnlich wie bei einer Gelb-Roten Karte.

„Diese Regelung verstehe ich nicht“

„Diese Regelung verstehe ich nicht“, erklärt Niemöller. „Bekommt Dortmunds Mats Hummels in der Bundesliga die Rote Karte, darf er im DFB-Pokal spielen.“

Das gilt zum Beispiel auch für Preußen Münster. Sieht ein Spieler der Preußen in der Liga Rot, darf er im Westfalenpokal spielen. „Da bei Preußen wieder eine andere Ordnung gelte“, erklärt Overwien. „Für Außenstehende ist das manchmal schwer verständlich.“ Wäre der TuS Haltern diese Saison noch ein Oberligist, würden Diericks und Kasak zwar auch fehlen, allerdings würden beide Fußballer ein Spiel ihrer Sperre absitzen.

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