Hans-Otto Matthey nennt eine Frist, wann zumindest im Amateurfußball wieder trainiert werden muss, um wieder zu spielen und die Saison werten zu können. © picture alliance/dpa
Fußball

Saison in Gefahr? Kreis RE nennt Frist für die Rückkehr zum Trainingsbetrieb

Rollt der Ball im Amateurfußball noch mal? Der Recklinghäuser Fußballkreisvorsitzende nennt eine Frist für die späteste Rückkehr zum Trainingsbetrieb, um die Saison noch werten zu können.

Gebannt blickt der Amateurfußball mal wieder auf das Bund-Länder-Treffen, das heute, am 3. März, über den Kurs in der Krise befindet. Recklinghausens Fußballkreisvorsitzender Hans-Otto Matthey nennt eine Frist, bis wann zumindest wieder trainiert werden sollte, um die Hinrunde im Kreis noch beenden zu können.

DFB-Boss Fritz Keller hat im Vorfeld die Bundeskanzlerin angeschrieben – mit der Bitte, den Lockdown für den Hobbyfußball zu überdenken: Millionen Spielerinen und Spieler „benötigen wie alle Aktiven aus anderen Sportarten eine Perspektive“. Vor allem Kinder und Jugendliche litten unter dem Sportverbot.

Eine Perspektive hätte auch Recklinghausens Fußballkreisvorsitzender Hans-Otto Matthey gern: „Ist doch klar, wir hängen gerade am Nabel der Politik.“ Auf deren Agenda der Breitensport offenbar aber keinen prominenten Platz einnimmt. Angesichts der jüngsten Infektionszahlen sieht Matthey mit Blick auf den Spielbetrieb der Senioren aber noch keinen großen Druck.

„Wenn die Politik uns den April dichtmacht, können wir die Saison vergessen“

Für die Wertung der Saison müssen in einer Staffel bekanntlich 50 Prozent der Spiele absolviert sein. „Wenn wir im April wieder aktiv trainieren könnten, sehe ich gute Chancen, die Saison zu Ende zu bringen“, so der Recklinghäuser.

Den meisten Klubs in den Kreisligen fehlen nur noch sieben oder acht Spiele bis zum „Saison-Soll“. Allerdings gibt es auch ein paar Sorgenkinder. Wie den TSV Marl-Hüls: Der hat in der Kreisliga B2 erst drei Mal (!) gekickt, weil der gesamte Verein im Herbst wochenlang im Lockdown war.

Das alles ließe sich im Mai und Juni aber noch regeln, ist Fußballkreischef Matthey überzeugt. Selbst der höherklassige Fußball, Bezirks-, Landes- oder Westfalenliga, könnte die 50-Prozent-Quote erreichen. Ausnahme: die Oberliga Westfalen mit 21 Mannschaften, die teilweise noch 13 oder gar 14 Partien bis zur „Halbzeit“ auszutragen haben. Schwer vorstellbar.

Der Fußballkreis will seinen Vereinen vor einem Re-Start drei Wochen Vorbereitung zugestehen. Deshalb ist für Hans-Otto Matthey auch klar: „Wenn die Politik uns auch den kompletten April dichtmacht, können wir die Saison vergessen.“

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Stellv. Leiter Sportredaktion MHB
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