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Schützenhilfe vom SV Lippramsdorf: TuS Haltern II hat weiter Chancen auf die Relegation

hzFußball: Bezirksliga

Das 4:1 gegen Vorwärts Epe war der erste Sieg des SV Lippramsdorf seit fast sechs Monaten. Damit halfen sie auch der U23 des TuS Haltern, die dadurch weiter auf Platz drei steht.

Lippramsdorf, Haltern

, 07.05.2019 / Lesedauer: 3 min

„Wann hört der Albtraum auf?“, sei ihm in der ersten Halbzeit gegen Vorwärts Epe durch den Kopf gegangen, erzählt Lippramsdorfs Trainer Michael Hellekamp. Denn wieder mal schien alles gegen seine Mannschaft zu laufen – der erste Sieg in diesem Jahr schien erneut in weite Ferne zu rücken. „Wir hatten zwei, drei gute Chancen und dann machen die mit dem ersten Schuss das Tor.“

Nur zwei Minuten später hätte Constantin Dewert per Handelfmeter ausgleichen können, doch Epes Torhüter parierte. Doch irgendwann, das wusste auch Hellekamp, endet jede Serie mal. In der Halbzeitpause wurde dann der Grundstein für den Lippramsdorfer Befreiungsschlag gelegt. „Die Jungs haben sich in der Kabine eingeschworen“, erzählt der LSV-Trainer. „Sie wollten sich mit aller Macht dagegenstemmen.“ Und das gelang ihnen dann in der zweiten Hälfte auch eindrucksvoll.

„Negativstrudel mit vielen kleinen Baustellen“

Julian Röer und Henrik Kleinefeld drehten die Partie mit je zwei Toren. Röers drittes Tor blieb ihm allerdings verwehrt, da Epes Torwart auch den zweiten Elfmeter des Tages hielt. „Ich hoffe, dass es der Befreiungsschlag war“, sagt Michael Hellekamp. Seiner Mannschaft habe er nie einen Vorwurf bezüglich Einstellung und Moral machen können, versichert er. Aber eine solche Serie, wie der LSV sie erlebte, „nagt natürlich am Selbstvertrauen“. Es sei ein „Negativstrudel mit vielen kleinen Baustellen“ gewesen, erklärt er. „Irgendwo kam immer wieder ein Nackenschlag.“

Dass es am vergangenen Wochenende endlich wieder mit einem Sieg geklappt hat, freute Hellekamp besonders für seine Spieler. „Für die Jungs war das einfach wichtig.“ Er habe gemerkt, wie groß die Anspannung bei den LSV-Spielern war. Nach dem Schlusspfiff „ist vielen ein Stein vom Herzen gefallen“.

Ob Eintracht Coesfeld aufsteigen will, ist noch immer unklar

Gut war der LSV-Sieg auch für die zweite Mannschaft des TuS Haltern. Denn die verlor zeitgleich gegen den neuen Tabellenführer RW Deuten mit 2:6. „Wir gehen zweimal in Führung und schaffen es nicht, zu verteidigen“, ärgert sich TuS-Trainer Marek Swiatkowski. So viele individuelle Fehler wie in den Schlussminuten, als Deuten noch drei Tore nachlegte, habe er in der gesamten Saison von seiner Mannschaft nicht gesehen, sagt er. Durch Epes Niederlage beim SV Lippramsdorf stehen die Halterner aber noch immer auf dem dritten Tabellenplatz.

Schützenhilfe vom SV Lippramsdorf: TuS Haltern II hat weiter Chancen auf die Relegation

Robin Pötter (l.) und der TuS stehen trotz der 2:6-Niederlage bei RW Deuten auf dem dritten Platz. © Jürgen Patzke

Ob der am Ende der Saison für die Relegationsrunde um den Aufstieg berechtigt, steht noch immer nicht fest. Denn ob der aktuelle Tabellenzweite Eintracht Coesfeld in die Landesliga aufsteigen würde - egal ob auf direktem Weg oder über die Relegation - weiß aktuell niemand. Auch Marek Swiatkowski hat schon Unterschiedliches gehört, erzählt er: „Coesfeld hält sich bedeckt."

Doch bevor beim TuS Haltern über einen möglichen Aufstieg gesprochen werden kann, muss erst mal der dritte Platz verteidigt werden. „Das Restprogramm ist spannend“, sagt Swiatkowski. Am Sonntag empfängt sein Team die punktgleiche TSG Dülmen. „Wenn wir Dülmen schlagen, könnten wir uns vielleicht etwas absetzen.“ Denn Vorwärts Epe – aktuell zwei Punkte hinter den Halternern – trifft als nächstes auf TuS-Schreck Deuten. „Ich glaube, dass Epe nicht gegen Deuten gewinnt“, vermutet Halterns Trainer. Von der Stärke des Tabellenführers konnte er sich ja erst am vergangenen Wochenende selbst ein Bild machen.

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