Sieg im Elfmeterschießen: Der TuS Haltern ringt Regionalligist Ahlen nieder

Westfalenpokal

Der TuS Haltern hat sich im Westfalenpokal gegen Regionalliga-Aufsteiger RW Ahlen durchgesetzt. In 90 Minuten gelang beiden Teams kein einziges Tor. Dann wurde es dramatisch.

Haltern

von Pascal Albert, Thomas Braucks

, 14.10.2020, 22:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kevin Lehmann (r.) und der TuS Haltern am See haben sich gegen RW Ahlen um Ex-Halterner Arda Nebi (l.) durchgesetzt.

Kevin Lehmann (r.) und der TuS Haltern am See haben sich gegen RW Ahlen um Ex-Halterner Arda Nebi (l.) durchgesetzt. © SYSTEM

Der TuS Haltern und Rot-Weiss Ahlen liefern sich in der ersten Westfalenpokal-Runde ein Duell auf Augenhöhe ohne große Chancen. Die Entscheidung fällt erst im Elfmeterschießen – für die Gastgeber.

Viele aufregende Torszenen bekamen die rund 150 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz der Stauseekampfbahn nicht zu sehen. Ein Klassenunterschied zwischen dem Halterner Oberligisten und dem Regionalligisten aus Ahlen war nie erkennbar. Beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken.

Während der TuS bereits am Strafraum der Rot-Weissen ins Pressing ging und auf Konterchancen wartete, versuchten die Gäste, das Spiel in Ruhe aufzubauen. Immer wieder konnte die Ostdorf-Elf Nadelstiche setzen. Fast immer mittendrin: Enes Schick, dem jedoch in der ein oder anderen Situation das Selbstvertrauen fehlte, selbst den Abschluss zu suchen.

Der zehnte Elfmeter entscheidet das Spiel

Richtig gefährlich wurde es letztendlich nur zwei Mal. Einmal drückte Ex-TuS-Torwart Rafael Hester den Ball nach einer missglückten Schick-Flanke fast über die eigene Linie (39.), das andere Mal ging Schicks Schuss nach schnellem Umschaltspiel knapp am Ahlener Tor vorbei (42.). Es blieb beim 0:0 in den ersten 45 Minuten.

In der zweiten Hälfte änderte sich an dem Bild nicht viel. Die Gastgeber hatten zunächst etwas mehr Ballbesitz, ohne zwingend zu werden. Ein 20-Meter-Schuss von Stefan Oerterer, der nach knapp einer Stunde übers Tor strich – das war‘s zunächst. Auf der anderen Seite blieb der Regionalligist offensiv fast alles schuldig. Ahlen spielte sich ein paar Mal bis zum Strafraum durch. Aber klare Abschlüsse? Fehlanzeige.

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Die beste Chancen zum 1:0 hatte noch der TuS Haltern: 84 Minuten waren schon herum, als Stefan Oerterer einen Freistoß in den Ahlener Sechzehner trat, der aufgerückte Abwehrspieler Paul Richter war zur Stelle, traf aber fünf Meter vor dem Tor den Ball nicht richtig. So ging die Partie folgerichtig ins Elfmeterschießen.

In dem trifft zunächst Patrick Brinkert für den TuS. Timon Schmitz gleicht für Ahlen aus. Nick Schorn verwandelt mit einem strammen Schuss – 2:1. Dann tritt Rafael Hester an und trifft zum 2:2. Der Ex-Torhüter des TuS pariert danach gegen Nils Eisen.

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Der Vorteil ist sofort dahin: Wilschrey scheitert an Marcel Müller. Paul Richter bringt den TuS mit 3:2 in Führung. Arda Nebi gleicht für Ahlen aus. Stefan Oerterer schickt Hester in die falsche Ecke – 4:3. Dann die Entscheidung: Ahlens Pascal Schmidt jagt den Ball mit dem letzten Elfer an die Latte. Schluss und Halterner Jubel.

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