So will der TuS Haltern gegen einen Traditionsverein in der Regionalliga bestehen

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Heute gegen Wattenscheid, am Mittwoch in Oberhausen: Der TuS Haltern bekommt es nun mit zwei festen Größen der Regionalliga West zu tun. Anpfiff in der Mondpalast-Arena ist um 14 Uhr.

von Thomas Braucks

Haltern

, 21.09.2019, 05:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den ersten großen Erfolg hat der TuS Haltern in dieser Saison eingetütet: „Im Kreispokal“, merkt Trainer Magnus Niemöller mit einem gehörigen Schuss Selbstironie an, „haben wir schon jetzt besser abgeschnitten als im letzten Jahr.“

Zur Erinnerung: Im Spätsommer 2018 kickte der SC Reken den hoch favorisierten Oberligisten Haltern im Achtelfinale raus (2:1), diesmal setzte sich der TuS in der Runde der letzten 16 mit 3:1 beim SV Hochlar durch. Als Regionalligist.

Gegner auf Augenhöhe erwartet

Was überleitet zu den nächsten wichtigen Terminen des TuS in der Regionalliga West. Dabei wartet man weiter vergeblich darauf, dass mal ein Gegner kommt, dem der Aufsteiger vom Trainingsaufwand und Etat halbwegs auf Augenhöhe begegnet.

An diesem Samstag ist um 14 Uhr die SG Wattenscheid 09 in der Mondpalast-Arena in Wanne-Eickel zu Gast, am Mittwochabend spielt der TuS um 19.30 Uhr bei RW Oberhausen vor. Beide gehören seit Jahren zur Stammbelegschaft der Regionalliga.

Und während die meisten Halterner Fußballer (und ihre Trainer) am Freitag noch im Job gefordert waren, lief in Wattenscheid das Abschlusstraining für die Partie im Sportpark Wanne-Eickel an diesem Samstag. Beim TuS wurde das Training gestern Abend um 19.30 Uhr angepfiffen.

Gefestigte Mannschaft, tolle Spieler

In der Tabelle schlägt sich das bisher aber nicht nieder. Der Tabellen-13. Wattenscheid hat vier Punkte weniger geholt als der TuS (11). Der Grund: die desolate Heimbilanz mit vier Niederlagen. Alle Punkte hat die Elf von Trainer Farat Toku in der Fremde erkämpft.

„Das ist eine sehr gefestigte Mannschaft mit tollen Spielern wie Berkant Canbulut oder Nico Buckmaier“, sagte Halterns Trainer Magnus Niemöller. „Sie wollen den Ball haben und können auch etwas damit anstellen.“

Die Krankenstation ist voll belegt. Magnus Niemöller spricht es zwar selbst nicht aus. Aber die Elf, die heute auf Wattenscheid 09 trifft, stellt sich beinahe von selbst auf. Der Blick auf die Halterner Krankenstation zeigt: Torhüter Rafael Hester, Cedric Vennemann, Ilias Annan, Tim Forsmann, Nico Wolters, Jan-Niklas Kaiser und Robin Schultz sind verletzt, angeschlagen oder krank – und fallen aus. Dafür könnte Mittelfeldspieler Deniz Batman endlich sein Debüt in der Regionalliga feiern.

Wie vor einer Woche der SV Rödinghausen. In Haltern haben sie unter der Woche eingehend und in Ruhe die 1:5-Niederlage gegen den Spitzenreiter analysiert. Ergebnis: Der Gegner war stark – aber der TuS hatte gewiss nicht den besten Tag. „Wir haben es Rödinghausen an der einen oder anderen Stelle zu leicht gemacht“, sagt Magnus Niemöller.

Gegen die SG Wattenscheid 09 will der TuS wieder ein ganz anderer Spielpartner sein: „Wir nehmen uns vor, sie zu stressen, sie zu ärgern. Und alles rauszuhauen, was uns auszeichnet. Wattenscheid soll es schwer haben“, sagt der Trainer. „Und dann schauen wir mal, welches Ergebnis dabei herauskommt.“

TuS Haltern - SG Wattenscheid 09, heute (Sa.) 14 Uhr, Mondpalast-Arena, Im Sportpark, 44652 Herne

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