Sprechchöre und Tore: So erlebten die Beumer-Brüder ihr Debüt für den HSC Haltern-Sythen

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Schon während ihres ersten Spiels für den HSC wurden Johannes und Maximilian Beumer von einigen Zuschauern frenetisch gefeiert. Vor allem die Art und Weise überraschte die beiden Neuzugänge.

Haltern

, 16.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die meisten Spieler des HSC Haltern-Sythen waren es die ersten Oberliga-Minuten ihrer Karriere. Gegen den TuS Bielefeld/Jöllenbeck setzten sie sich deutlich mit 33:24 durch. Für die beiden Neuzugänge Johannes und Maximilian Beumer war es aber auch das allererste Pflichtspiel für den HSC. Besonders von einer Gruppe wurden die beiden schon während der Partie lautstark bejubelt.

„Wir wollen die Beumers sehen“, schallte es immer wieder durch die Halle. Die beiden Brüder hatten gleich zum ersten Spiel ihren eigenen Fanklub mitgebracht. „Das war quasi unsere alte Mannschaft“, erzählte Maximilian Beumer. Ihre ehemaligen Mitspieler aus Havixbeck hätten sich im Vorfeld bereits angekündigt, sagte er.

Die Beumers haben bereits ihren eigenen Fanklub

„Dass es so viele sein werden, damit hätten wir aber nicht gerechnet“, gestand er. „Wir hätten eher so mit fünf, sechs Leuten gerechnet.“ Am Ende waren es über zwanzig. Denn nicht nur ihre ehemaligen Mitspieler waren gekommen, sondern auch einige Eltern und Ex-Trainer waren extra nach Haltern angereist, um das Oberliga-Debüt der beiden zu sehen. Dafür hatten sie sogar Plakate mitgebracht, auf denen sie die Brüder mit verschiedenen Sprüchen anfeuerten.

Sprechchöre und Tore: So erlebten die Beumer-Brüder ihr Debüt für den HSC Haltern-Sythen

Johannes Beumer (M.) gelangen im ersten Oberliga-Spiel gegen Bielefeld/Jöllenbeck sechs Treffer. © Manfred Rimkus

Doch die angereisten Havixbecker waren nicht die einzigen in der Halle. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten den Saisonauftakt, der für den HSC nicht besser hätte laufen können. Die Atmosphäre war für Johannes und Maximilian Beumer allerdings nicht neu.

In der vergangenen Saison hätten sie schon HSC-Heimspiele besucht, erzählte Maximilian Beumer. Dennoch ließ die beiden die Zuschauerkulisse am vergangenen Samstag nicht kalt. „Die Nervosität, vor so einer Kulisse zu spielen“, sei auf jeden Fall da gewesen, so der Ältere der beiden. „Ich bin vorher ziemlich nervös gewesen“, sagte auch sein zwei Jahre jüngerer Bruder Johannes.

Johannes Beumer wird direkt bester Torschütze des HSC

Mit dem Saisonauftakt waren die beiden zufrieden. Vor allem Johannes Beumer erwischte einen richtig starken Tag. Mit sechs Treffern war er der erfolgreichste Halterner Torschütze. „Ich hatte gehofft, dass ich überhaupt eins mache“, erzählte er nach dem Schlusspfiff.

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Auch Maximilian Beumer trug sich gleich mit zwei Toren in die Torschützenliste ein. Bei ihren Treffern, aber auch in der Defensive, half den beiden vor allem auch ihre Körpergröße. Beide Spieler kommen der Zwei-Meter-Grenze ziemlich nah.

HSC-Trainer Gerard Siggemann habe ihnen im Vorfeld gesagt, „wir sollen uns trauen, zu werfen“, erinnerte sich Maximilian Beumer. Dass nicht jeder Wurf im gegnerischen Tor landen würde, sei dabei auch nicht schlimm: „Fehlwürfe werden in Kauf genommen.“

„Da weiter machen, wo wir aufgehört haben“

Ein paar Bedenken bezüglich des Sprungs aus der Landesliga in die Verbandsliga hätte er schon, hatte Maximilian Beumer vor einigen Monaten gesagt. Doch „dadurch, dass wir in der Vorbereitung viele Spiele hatten“, habe er sich schon gut an das Spielniveau gewöhnt, sagte er nun. Allerdings habe er gegen Bielefeld/Jöllenbeck auch festgestellt, „dass das Niveau eine Nummer über der Vorbereitung“ ist.

Für die kommenden Wochen, in denen es für den HSC als nächstes gegen den VfL Mennighüffen und die TSG Altenhagen-Heepen geht, haben sich die beiden Rückraumspieler noch nicht so große Ziele gesetzt. „Einfach weiter Erfahrungen und Spielanteile sammeln“, erklärte Maximilian Beumer. „Und da weiter machen, wo wir heute aufgehört haben.“

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