Als er einem Recklinghäuser Spieler die zweite Gelbe Karte zeigen wollte, wurde der Schiedsrichter bei der Hullerner Partie am 28. November bespuckt. © imago images/Claus Bergmann (Symbolbild)
Fußball: Kreisliga C

Spuckattacke auf Schiedsrichter war nicht der einzige Skandal bei Hullern-Spiel

Auf diese Premiere hätte Hullerns Trainer gerne verzichtet: Zum ersten Mal erlebte er einen Spielabbruch. Ein Recklinghäuser hatte den Schiedsrichter angespuckt - nicht das einzige Vergehen.

Es war der Aufreger des Spieltags: Die Partie des SV Hullern beim FC 96 Recklinghausen III (28. November) endete in der 85. Minute, nachdem ein Recklinghäuser Spieler dem Schiedsrichter ins Gesicht gespuckt hatte. Nicht das einzige Vergehen des Spielers, der aber auch nicht der Einzige war, der auffällig wurde.

„Das war schon richtig, richtig krass“, sagt Hullerns Trainer Christoph Bafs-Dudzik. In seiner gesamten Karriere hat der 49-Jährige noch nie einen Spielabbruch erlebt – weder als Spieler noch als Trainer. „Wir waren fassungslos“, so der Coach weiter.

Doch die eklige Attacke auf den Unparteiischen, der dem Spieler zuvor seine zweite Gelbe Karte gezeigt hatte, war nicht das erste Vergehen des Recklinghäusers in der Partie, die der SV Hullern souverän bestimmte und in der er auch höher als 3:0 hätte führen können.

Hullerns Marc Bresser wird mehrmals gefoult – und dann bespuckt

Die erste Gelbe Karte gab es für den Spieler der Gastgeber, weil er Marc Bresser festgehalten hatte. „Danach hatte er den Marc noch vier, fünf Mal festgehalten“, erzählt Bafs-Dudzik. Schon da hatte der Spieler Glück, dass er nicht vom Platz flog.

Korrektur

In einer vorherigen Version bezeichneten wir Marc Bresser fälschlicherweise als spielenden Co-Trainer der Hullerner. Diesen Job hat aber eigentlich Marco Masannek inne.

Glück hatte er auch, dass der Schiedsrichter nicht sah, dass er schon Bresser ins Gesicht gespuckt hatte. „Marc ist aber ganz ruhig geblieben und hat sich nicht provozieren lassen.“ Das nächste Foul am Hullerner war dann aber eines zu viel: Der Schiedsrichter zeigte dem Recklinghäuser Gelb-Rot, woraufhin der komplett ausrastete und auch ihn anspuckte.

Dem Unparteiischen blieb daraufhin nichts anderes übrig, als die Partie abzubrechen. „Er sagte zu mir: Hätte der Spieler ihm auf die Klamotten oder vor die Füße gespuckt, hätte er weiterspielen lassen können“, so Christoph Bafs-Dudzik. Dann hätte der Spieler glatt Rot gesehen und die letzten fünf Minuten einer ohnehin schon entschiedenen Partie wären normal beendet worden.

Ein Hullerner wird in Halbzeit eins bedroht

„Wir standen da und dachten uns nur, ‚das kann doch jetzt nicht wahr sein‘“, erzählt Hullerns Trainer, der die Attacke auf den Schiedsrichter aufs Schärfste verurteilt. „Auch die Leute vom FC 96 waren total konsterniert.“ Der Schuldige selbst hatte derweil wohl auch schnell gemerkt, wie dumm und falsch seine Aktion war.

„Nachher ist er zum Schiedsrichter und hat sich entschuldigt“, sagt Bafs-Dudzik. Eine lange Strafe droht dem Recklinghäuser natürlich dennoch. Doch er war scheinbar nicht der einzige Spieler der Gastgeber, der sich nicht im Griff hatte.

Schon in der ersten Halbzeit habe ein gegnerischer Spieler einen seiner Schützlinge am Kragen gepackt und bedroht. „Der hat aber auch seine eigenen Spieler beleidigt und blieb in der Pause direkt in der Kabine“, erzählt er weiter.

Beim Spiel des SV Hullern war also viel los. Das Sportliche rückte dabei etwas in den Hintergrund, dabei lief es für den C-Ligisten gegen den FC 96 III und auch in den Wochen davor richtig gut: Zweimal Fabian von Bobart und einmal Chris Meyer hatten die Hullerner gegen Recklinghausen in Führung geschossen. Seit mittlerweile sieben Spielen ist der SVH ungeschlagen.

In einer vorherigen Version bezeichneten wir Marc Bresser fälschlicherweise als spielenden Co-Trainer der Hullerner. Diesen Job hat aber eigentlich Marco Masannek inne.

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Pascal Albert

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