Lukas Große-Puppendahl (h.) studiert seit vergangenem Jahr an der Carson-Newman University und arbeitet dort auch als Co-Trainer der Uni-Fußballmannschaft. © Privat
Co-Trainer in den USA

Studium, Uni-Fußball und neue Aufgabe: Langeweile kommt bei Lukas Große-Puppendahl nie auf

Lukas Große-Puppendahl lebt seit August 2020 wieder in den USA. Neben seinem Studium ist der Fußballer als Co-Trainer der Uni-Mannschaft tätig. Der Saisonstart ist verheißungsvoll.

Schon einmal lebte der Halterner Lukas Große-Puppendahl, der früher für den TuS Haltern am See und die Spvgg. Erkenschwick auflief, vier Jahre lang in den USA. Im August 2020 zog es den 29-Jährigen erneut dorthin. Seitdem lebt, studiert und arbeitet er im Bundesstaat Tennessee.

Die ersten vier Jahre verbrachte „Puppi“ als Fußballspieler am „Davis and Elkins College“, wo er seinen Bachelor machte. Seinen Master macht er nun an der Carson-Newman University. Auch dem Fußball ist der Halterner treu geblieben, diesmal jedoch nicht als Spieler, sondern als Co-Trainer der Uni-Mannschaft.

Derzeit steckt Große-Puppendahl mit seinem Team mitten in der Saison, dementsprechend viel hat er zu tun. „Es ist gerade nicht so einfach, Zeit zu finden“, sagt er zu Beginn des Gesprächs. Immer mittwochs und samstags stehen für ihn und sein Team momentan Spiele in der NCAA Division II, der zweithöchsten Spielklasse, an.

„Wenn du es bis dahin schaffst, willst du natürlich auch gewinnen“

Im September begann die Saison, im Dezember endet sie auch bereits wieder. Gestartet ist Lukas Große-Puppendahl mit seinem Team ziemlich gut. „Wir haben da angeknüpft, wo wir letzte Saison angefangen hatten“, erzählt er. Damals hatte seine Mannschaft die reguläre Saison als Nummer eins abgeschlossen, scheiterte in den Playoffs erst im Halbfinale.

Lukas Große-Puppendahl (r.) spielte in der Vergangenheit für den TuS Haltern am See und die SpVgg Erkenschwick.
Lukas Große-Puppendahl (r.) spielte in der Vergangenheit für den TuS Haltern am See und die SpVgg Erkenschwick. © Olaf Krimpmann (Archiv) © Olaf Krimpmann (Archiv)

In dieser Spielzeit gab es für den Co-Trainer und sein Team sechs Siege in den ersten sechs Spielen. Erst im siebten Spiel setzte es eine Niederlage. Das Ziel ist klar: „Wir wollen am Ende schon die Liga gewinnen und haben auch die Qualität“, sagt Große-Puppendahl, „aber die Liga ist sehr eng“.

Vor allem wenn es dann in die Playoffs geht, seien alle Teams qualitativ nah beieinander. Außerdem gibt es dort kein Hin- und Rückspiel, sondern nur ein einziges Duell. Die besten acht Teams schaffen es in die Playoffs, die besser platzierten Mannschaften haben im ersten Spiel Heimvorteil. Ab dem Halbfinale gibt es einen neutralen Spielort.

Und mindestens dahin will der Halterner mit der Carson-Newman University auch kommen. „Das ist unser Mindestziel, aber wenn du es bis dahin schaffst, willst du natürlich auch ins Finale und gewinnen“, sagt er. Ein Sieg dort würde den Ex-Erkenschwicker und seine Mannschaft in die nationalen Playoffs bringen. Doch erst mal gibt es noch einige Spiele in der Liga zu absolvieren. Spiele, in denen die Kicker der Universität in Tennessee auch auf einige Fans zählen können.

Lukas Große-Puppendahl trainiert auch noch eine U10 in Knoxville

„Wir haben zum Glück einige“, sagt Lukas Große-Puppendahl. „Das heißt: Irgendwas zwischen 250 und, wenn es mal ein Derby ist, auch mal um die 450 bis 500“, erzählt er. „Da haben wir eine ganz gute Community, das sieht bei einigen anderen Unis anders aus.“

Doch juckt es ihn selbst noch mal in den Füßen, wenn er bei Spielen an der Seitenlinie steht? Schließlich ist der Halterner mit seinen 29 Jahren eigentlich noch im besten Fußballalter. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es nicht so wäre“, sagt er. Im Sommer spielte er aus Spaß in einer Sommerliga mit, „aber momentan bin ich nicht aktiv“.

Zeit hätte er vermutlich auch gar keine mehr, um nebenbei noch selbst regelmäßig zu spielen und zu trainieren. Denn neben seinen Aufgaben als Co-Trainer und seinem Studium, das derzeit aber „zum Glück ein bisschen ruhiger ist“, trainiert Große-Puppendahl auch noch eine U10-Mannschaft des Knoxville FC.

„Man lernt viele Leute über den Fußball kennen“, erzählt er. Nachdem er im Sommer auch noch in Camps bei verschiedenen Vereinen als Trainer einige Einheiten oder sogar ganze Trainingswochen geleitet hatte, wurde er gefragt, ob er sich die Arbeit als Jugendcoach auch noch zutraut.

Der Halterner sagte zu und trainiert seitdem zwei Mal die Woche die Kinder beim Knoxville FC. Also auch, wenn er nicht mehr selbst spielt: Der Fußball bestimmt auch weiterhin Lukas Große-Puppendahls Leben – selbst wenn er gerade nicht bei seiner Uni-Mannschaft im Einsatz ist.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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