SV Lippramsdorfs Joemann im Interview: „Es wurden nur wenig Sätze gewechselt“

hzFußball: Bezirksliga

Erneut kassierte der SV Lippramsdorf am Sonntag gegen Weseke (2:2) einen Gegentreffer in der Nachspielzeit. Robin Joemann, der einen Elfmeter verschoss, will den Frust in Energie umwandeln.

Lippramsdorf

, 13.11.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erneut nahm das Duell des SV Lippramsdorf am Sonntag ein negatives Ende: Mit 2:2 trennte sich das Team von Trainer Michael Hellekamp im Abstiegskampf von Adler Weseke. Ähnlich wie schon im Derby gegen die U23 des TuS Haltern (1:2) fiel der entscheidende Gegentreffer in der Nachspielzeit der Partie. „Es ist einfach sehr ärgerlich, dass wir uns momentan um unseren Lohn bringen“, erklärt Lippramsdorfs Robin Joemann im Interview.

Wie war die Stimmung in der Kabine, nach dem erneuten Treffer in der Nachspielzeit?

Wir waren alle zutiefst enttäuscht. Diese Enttäuschung hat sich bei jedem anders geäußert. Nachdem sich alle ein wenig beruhigt hatten, herrschte weitestgehend Stille. Es wurden nur wenige Sätze gewechselt.

Schafft der LSV in Zukunft die Nachspielzeit ab?

Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, einen entsprechenden Antrag beim Staffelleiter einzureichen. Im Ernst, es ist einfach sehr ärgerlich, dass wir uns momentan wiederholt um unseren Lohn bringen. An unsere Laufbereitschaft und unsere Einstellung liegt es nicht. Momentan fehlt es uns die nötige Abgeklärtheit, die letzten Minuten souverän herunterzuspielen und in hektischen Schlussphasen auch die nötige Ruhe auszustrahlen.

Wie wichtig wäre ein Erfolg am Sonntag gegen den direkten Konkurrenten Weseke gewesen?

Wir wollten gegen Weseke drei wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln. Das haben wir leider nicht geschafft. Über die gesamten 90 Minuten haben wir kaum Torchancen zugelassen. Umso bitterer, dass wir dann in den letzten Minuten eine 2:0-Führung verspielen und am Ende nur einen Punkt mitnehmen.

Werden Sie und der Elfmeterpunkt in dieser Saison noch Freunde?

Meine Elfmeterquote ist in der aktuellen Saison sicherlich ausbaufähig. Wenn ich zum Elfmeter antrete, muss ich auch mit möglichen negativen Konsequenzen leben. Das tue ich. Wenn ich vor dem nächsten Elfmeter ein gutes Gefühl habe, werde ich wieder antreten. Im letzten Spiel gegen den SV Gescher konnte ich den Elfmeter verwandeln. Vielleicht ist das ein gutes Omen für kommenden Sonntag.

Ihr Team steht nur noch mit einem Punkt über dem Strich. Machen Sie sich Sorgen um den Klassenerhalt?

Wir haben in der Vergangenheit immer Rückschläge wegstecken müssen und werden diese auch in dieser Saison bewältigen. Dass der SV Lippramsdorf immer noch in der Bezirksliga mitspielt, ist ein Privileg, welches wir uns gemeinsam jedes Jahr erneut verdienen müssen.

Gegen den SV Gescher wartet das nächste Kellerduell. Mit welcher Marschroute geht der LSV in das Duell?

Wir sollten versuchen, den ganzen Frust aus den letzten Spielen in positive Energie umzuwandeln. Die Grundlage für einen Erfolg am Sonntag ist eine konzentrierte Trainingswoche. Wir müssen uns den Erfolg mit jeder Trainingseinheit erarbeiten. Des Weiteren hoffe ich, dass der ein oder andere angeschlagene Spieler am Sonntag wieder zum Kader stoßen wird.

Noch sind es drei Spiele bis zum Ende der Hinrunde. Welche Ziele verfolgen Sie mit dem SV Lippramsdorf bis dahin?

Insbesondere in den beiden Heimspielen gegen die direkten Konkurrenten aus Gescher und Wüllen stehen wir in der Pflicht. Allerdings befinden wir uns momentan auch nicht in der Situation, dass wir das Auswärtsspiel in Dülmen abschenken können. Wir tun gut daran, zunächst den gesamten Fokus auf kommenden Sonntag zu richten.


Die Winterpause war in den vergangenen Jahren für den LSV meist ernüchternd. Nun kann das Team auf dem Kunstrasen trainieren. Ein großer Vorteil?

Der Kunstrasen bietet auf jeden Fall auch bei widrigen Wetterbedingungen die bestmöglichen Voraussetzungen für unseren Trainingsbetrieb, sodass wir in dieser Winterpause häufiger die Fußballschuhe als Laufschuhe anziehen werden. Wenn wir dann noch weitestgehend von Erkältungen und Verletzungen verschont bleiben, bin ich optimistisch, dass wir die Winterpause sehr gut nutzen und optimal vorbereitet in das neue Jahr gehen werden.

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