Taktische Details und Regeneration: TuS Haltern trifft auf die SpVgg Vreden

hzFußball: Oberliga

Zeit zum Durchatmen? Pustekuchen. Der TuS Haltern bestreitet mit dem Spiel am Sonntag bei der SpVgg Vreden sein siebtes Spiel in den vergangenen drei Wochen.

Haltern

, 02.10.2020, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viel Zeit zur Vorbereitung haben die Oberliga-Fußballer des TuS Haltern am See nicht. Nach dem 2:1-Sieg gegen den TuS Ennepetal am Donnerstagabend geht es bereits am Sonntag zur SpVgg Vreden. Für die Spieler und den Trainer wird es nicht einfacher.

Mit dem Gegner hat sich TuS-Trainer Timo Ostdorf noch nicht viel beschäftigt. Ihm fehlte schlicht und ergreifend die Zeit. Ein paar Informationen sammelte er am Freitag nach dem Spiel gegen Ennepetal, das meiste wird er sich am Samstag einholen. Am Sonntag vor dem Spiel wird es dann ein paar Informationen zum Gegner geben, allerdings nicht zu viele. Und dann war es das auch schon.

Nur ein paar Tipps – doch die können schon entscheidend helfen

„Wir versuchen mittlerweile sowieso, mehr auf uns zu achten“, sagt Ostdorf. Lediglich ein paar Kleinigkeiten werden die Spieler bekommen. Viel mehr werden sie auch nicht aufnehmen können. Die Kleinigkeiten, die sie bekommen, können aber schon hilfreich sein – so wie gegen Ennepetal.

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„Wir haben gesehen, dass Ennepetal brutal bei offensiven Standards ist, defensiv aber komischerweise Schwächen dabei hat“, sagt der Trainer. Dass beide Treffer des TuS durch Nick Schorn und Paul Richter nach Standards fielen, bestätigte Ostdorf in seiner Einschätzung.

Nick Schorn erhielt am Freitag nach dem Spiel zudem ein Sonderlob seines Trainers. Durch die Rotation erhielt er seinen ersten Startelf-Einsatz in der Oberliga. Es sei wichtig, dass diese Spieler dann sofort da seien, so Ostdorf – so wie Schorn.

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Anders wird es für den TuS Haltern am See in der langen Oberliga-Saison auch nicht funktionieren. Seit dem 13. September ist die Partie in Vreden die siebte. Das macht im Schnitt alle drei Tage ein Spiel. „Ich weiß: Alle wollen immer spielen. Aber ich sage ihnen immer wieder: Wir haben so viele Spiele, da werdet ihr auf eure Einsatzzeiten kommen. Also seid bitte ehrlich, wenn ihr euch überlastet fühlt.“

Verletzungen kann der Trainer nicht gebrauchen

Verletzungen kann Ostdorf in der langen Saison nicht gebrauchen. Wer ihm am Sonntag zur Verfügung steht, kann er noch gar nicht sagen. Am Freitag beim Training stand lediglich ein kurzes Auslaufen und ein paar Minuten Kreisspiel an. Wer welche Wehwehchen aus den vielen englischen Wochen mitgeschleppt hat, wird sich eher erst am Samstag zeigen.

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Dass die Fitness der Spieler das Duell entscheiden wird, davon ist auch Vredens Trainer Engin Yavuzaslan überzeugt. „In der jetzigen Phase ist enorm wichtig, dass die Spieler sich erholen, nur um im richtigen Moment wieder komplett hochzufahren“, so der im Kreis Recklinghausen bekannte Trainer.

Eine muskuläre Verletzung – wie bei Halterns Noah Korczowski – musste auch Vreden hinnehmen. Beim 1:1 in Siegen am Donnerstagabend verletzte sich auf Vredener Seite Niklas Hilgemann. Ob es ein Muskelfaserriss so wie bei Korczowski ist, stand noch nicht fest.

Vreden möchte offensiv mithalten

Ansonsten kam die Spielvereinigung bislang ganz gut durch die englischen Wochen. Der Aufsteiger holte acht Punkte aus sechs Spielen. Den Spielstil seines Teams beschreibt Yavuzaslan wie folgt: „Wir wollen den Gegner unter Druck setzen, die Spiele offen halten und ans Limit gehen.“

Vor dem TuS Haltern hat er eine Menge Respekt: „Mit Stefan Oerterer, Nils Eisen und Tim Forsmann hat Haltern eine richtig starke Achse. Dazu kommen die jungen Wilden.“ Der Trainer freut sich auf ein „hoch interessantes Spiel“.

  • Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Ottensteiner Str. 64, 48691 Vreden.
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