Nach einer außergewöhnlichen Vorbereitung startet der TuS Haltern am See in eine spannende Oberliga-Saison. © Jürgen Patzke
Fußball: Oberliga

Team-Check: „Keine normale Vorbereitung“ für den TuS – aus zwei Gründen

Die Vorbereitung war eine außergewöhnliche, die Saison wird nicht anders: Den TuS Haltern erwartet nach der Einführung des Bilbao-Konzepts und dem Regionalliga-Rückzug eine spannende Spielzeit.

Während alle anderen Teams bereits am 6. September in die Saison starten, müssen sich Timo Ostdorf und die Spieler des TuS Haltern am See noch etwas länger gedulden. Denn erst am zweiten Spieltag greift der Oberliga-Rückkehrer in die Saison ein. Mit der Vorbereitung war Halterns Trainer soweit zufrieden – eine Sache hatte ihm im Vorfeld sorgen bereitet und ihn dann aber positiv überrascht.

„Für uns als Trainer war es keine normale Vorbereitung“, sagt Ostdorf. Das liege zum einen natürlich an den Corona-Bedingungen, von denen aber alle betroffen sind. Viel Arbeit und Planung ging mit der Pandemie einher. Mindestens genauso viel Arbeit machte den Verantwortlichen des Vereins aber auch der selbst eingeleitete Umbruch im Zuge des „Bilbao-Konzepts“.

„Ich denke, wir tun gut daran, in Etappen zu denken“

Viele Spieler verließen den TuS, der eine Menge Erfahrung dadurch verlor. Doch auf der anderen Seite gewann er auch ein großes Stück an Perspektive dazu. Nun soll mehr auf die jungen Spieler aus der eigenen Jugend wie Torwart Ubeyd Güzel oder die beiden Saewe-Brüder gesetzt werden. Gleichzeitig konnte mit Nico Pulver (Westfalia Herne) ein weiterer junger und zugleich auch schon Oberliga-erprobter Spieler verpflichtet werden.

Die Rückkehr von Nils Eisen nach seiner Baby-Pause bezeichnete Timo Ostdorf schon im Juli als „Königstransfer“. Er soll eine der erfahrenen Säulen in einer ansonsten jungen Mannschaft sein – genauso wie beispielsweise auch Stefan Oerterer oder Noah Korczowksi.

In der Vorbereitung spielte das Grundgerüst der Halterner jedoch nur selten zusammen. Viel wurde ausprobiert, immer wieder waren Spieler zudem anderweitig verhindert. So war auch nicht jedes Ergebnis am Ende überzeugend. „Ergebnisse sind aber zweitrangig in der Vorbereitung“, betont Timo Ostdorf immer wieder. Es sei eine „sehr lehrreiche Vorbereitung“ gewesen. Sowohl für das Trainerteam als auch die jungen und etwas älteren Spieler.

Vor allem mit dem Einsatz seiner Spieler ist der TuS-Trainer derweil zufrieden. Eines hatte dem jungen Trainer im Vorfeld allerdings Sorgen bereitet: die Verletzungsgefahr. Dass sein Team nach einer so langen Pause, in der gar nicht gespielt oder trainiert werden konnte, „relativ verletzungsfrei“ durch die Vorbereitung kam, habe ihn schon überrascht. „Da hatte ich mir im Vorfeld ein bisschen Sorgen gemacht“, gesteht er.

Ein Ziel für die Saison will er noch nicht formulieren. Das habe er aber auch im vergangenen Jahr als Trainer der U23 des TuS – heute Team B – nicht gemacht. „Ich denke, wir tun gut daran, in Etappen zu denken“, sagt er. Intern werde mit Sicherheit noch ein Ziel ausgemacht. Allerdings vorerst eben nur bis zur Winterpause.

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Pascal Albert

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