Termin verpasst: Der SV Hullern verpasst den freiwilligen Abstieg in die Kreisliga C

hzFußball: Kreisliga B

Der SV Hullern tritt auch in der kommenden Saison in der Kreisliga B an. Doch eigentlich hätte die Mannschaft von Neu-Trainer Falk König in einer anderen Liga spielen sollen.

Hullern

, 16.07.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein bitterer Testspielauftakt für die Kreisliga-B-Fußballer des SV Hullern: Mit 0:17 unterlag das Team von Neu-Trainer Falk König im ersten Test der Vorbereitung gegen die Drittvertretung der TSG Dülmen. „Ich habe allerdings auch komplett hin und her gewechselt“, erklärt König. Zudem habe sein Team auf einige verletzte Spieler verzichten müssen. Wie zum Beispiel auf Jeremy Sandkühler, der sich kurz nach seinem Wechsel zum SV Hullern einen Kreuzbandriss im Training zuzog. „Das ist natürlich super“, sagte König mit einer großen Portion Sarkasmus.

„Sehe ich ein arges Problem“

So sei der kleine Kader weiter zusammengeschrumpft. „Für die Stadtmeisterschaften sehe ich ein arges Problem“, sagt König. Denn während des Turniers, das am 27. Juli in Flaesheim beginnt, seien zehn Spieler im Urlaub. „Mehr als 15 werde ich nicht zusammenbekommen“, sagt er. So soll auch ein Teil der Alten Herren das Team beim Turnier unterstützen.

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Viele Gespräche habe er gehabt, sagt Frank Lendermann, Geschäftsführer Fußball beim SV Hullern. „Aber da wir die letzte Saison so häufig auf den Sack bekommen haben, kommt kein Spieler“, erklärt er. Nun müsse der SV Hullern zusehen, dass er mit dem jungen Kader über die Runden kommt.

In welcher Staffel der Kreisliga B das Team von König in der kommenden Saison an den Start geht, entscheidet sich erst am Mittwoch. Dann ist Staffeltag beim FLVW Kreis Recklinghausen. „Wir haben den Antrag gestellt, dass wir in die B4 möchten“, erklärt König. „Ich habe das Gefühl, dass wir in der B2 klanglos untergehen.“

„Wollten auf den Wunsch der Mannschaft eingehen“

Doch eigentlich hätte das Team die Saison 2019/20 lieber in der Kreisliga C gespielt. „Wir wollten auf den Wunsch der Mannschaft eingehen“, sagt Lendermann. Deswegen rief er den Staffelleiter Franz-Josef Humme an - allerdings zu spät. „Unmittelbar nach dem letzten Spieltag müssen die Teams bis abends erklärt haben, in welcher Liga sie spielen wollen“, erklärt Humme. Der Anruf aus Hullern sei zu spät gekommen. „Irgendwann muss Schluss sein“, sagt Humme. „Sie haben den Termin verpasst, sich aus der Kreisliga B zurückzuziehen.“

Eine wirkliche Alternative bleibt Hullern nicht. Sollte das Team nicht antreten, würden es als erster Absteiger vorzeitig feststehen. „Dann hätten wir ein Jahr nicht spielen dürfen“, sagt Hullerns Lendermann.

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Auch wenn König in der Kreisliga C vermutlich nicht mehr selbst als Spieler aufgelaufen wäre, „wäre es für die Mannschaft sicherlich einfacher“, sagt der Trainer. Nach dem kompletten Umbruch hätten alle ehemaligen Leistungsträger das Team verlassen. „Trotzdem versuchen wir, auf einem guten Mittelfeldplatz zu landen, auch wenn wir konditionell, spielerisch und taktisch noch einiges tun müssen“, sagt der Trainer.

Am kommenden Sonntag (15 Uhr) kommt es zum „Härtetest“: Dann ist der SV Hullern beim Kreisligisten RW Dorsten gefordert. Trainer dort ist Dirk Cholewinski, der ehemaliger Trainer des ETuS Haltern.

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