Mit Verspätung unters Messer: Timm Henniges ist zum Zuschauen verdammt

hzFußball: Kreisliga A

Erst sollte er nur abwarten und sein Knie schonen, dann musste ETuS-Spieler Timm Henniges doch operiert werden. Nun ist er der größte Fan des Aufsteigers und unterstützt ihn so oft er kann.

Haltern

, 27.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon früh spielte Timm Henniges (20) in der ersten Mannschaft des ETuS Haltern. In der Saison 2018/19 wurde er bereits in der Kreisliga A eingesetzt, als das Team von den beiden Trainern Thomas Schaffrinna und Phillip Oligmüller übernommen wurde. Der Rechtsverteidiger war eine der Entdeckungen der Saison, die letztendlich aber mit dem Abstieg in die Kreisliga B endete.

Danach gehörte Henniges weiterhin zum Stammpersonal der Mannschaft, ehe ihn Probleme am Knie ausbremsten. Seit November vergangenen Jahres konnte er nicht mehr für den ETuS spielen. Eine richtige Diagnose gab es aber nie. „Erst mal schonen“, sei ihm damals nur geraten worden. Dass das Kreuzband irgendwie in Mitleidenschaft gezogen wurde, sei zwar klar gewesen, doch Genaueres konnte keiner sagen.

„Eine bessere Mannschaft könnte ich mir nicht vorstellen“

Also schonte sich der Halterner, der erst seit der A-Jugend für den ETuS spielt und zuvor für den TuS Haltern am See alle Jugendteams durchlief. Nach der Corona-Pause startete Henniges dann wieder mit dem Aufbautraining. Ohne Erfolg. „Es tat wieder weh“, erzählt er.

Auch sein Arzt schien ratlos, eine Operation, um das Knie zu öffnen und einen Blick hinein zu werfen, wurde unausweichlich. Dabei wurde zum einen Narbengewebe entfernt und zum anderen das Kreuzband wieder „zusammengeflickt“. Das Kreuzband, so stellte sich bei dem Eingriff heraus, war nämlich tatsächlich angerissen.

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„Rückblickend hätte man schon im Winter operieren können“, sagt Timm Henniges. Dann wäre der junge Verteidiger wohl jetzt schon wieder auf dem Platz. So ist er aktuell noch zum Zuschauen verdammt. „Es ist echt schade, wenn man die ganze Zeit nur zugucken kann.“ Er hoffe aber, dass er im Winter langsam wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.

Nach der OP im Juli ist er jetzt seit zwei Wochen wieder seine Krücken los. In vier Wochen könne er sich dann wahrscheinlich auch von der Schiene an seinem Knie verabschieden. „Langsam geht es bergauf“, freut er sich.

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Bis er endlich wieder auf dem Platz helfen kann, unterstützt er den Kreisliga-A-Rückkehrer so gut es geht als Fan. „Ich bin bei jedem Training und Spiel dabei“, erzählt er. Ein Grund für sein regelmäßiges Erscheinen am Platz ist, dass ihm der Fußball fehlt. Ein weiterer ist die Freundschaft zu seinen Mitspielern. Die will er so gut er kann unterstützen – egal ob als Spieler oder Zuschauer. „Es passt alles super“, sagt er über den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. „Eine bessere Mannschaft könnte ich mir nicht vorstellen.“

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