Torjäger wusste ohne Training mit einem Viererpack zu überzeugen

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Weil er nur noch wenig Zeit habe, spielt ein Spieler des SV Lippramsdorf nicht mehr für das Bezirksliga-Team. Zwei Klassen tiefer in der Kreisliga B wusste er direkt zu überzeugen.

Lippramsdorf

, 29.09.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach zwei Unentschieden und einer knappen Niederlage hat der SV Lippramsdorf II in der Kreisliga B mit einem 8:0 gegen den SV Schermbeck III für Aufsehen gesorgt. Großen Anteil hatte ein Spieler, der eigentlich immer für die erste Mannschaft in der Bezirksliga kickte. Ohne Training stand er gleich in der Startelf und erzielte einen Viererpack.

Julian Röer spielte eigentlich immer in der ersten Mannschaft des SV Lippramsdorf. Unter Trainer Michael Hellekamp gehörte er in den vergangenen Jahren stets zum Stammpersonal. Bis auf ein halbes Jahr, das er vor einigen Jahren in der Reserve verbrachte, war er stets ein wichtiger Teil des Fußball-Bezirksligisten.

Interner Wechsel hat berufliche Gründe

Seitdem Fußballspiele aber wieder erlaubt sind, tauchte er nicht mehr auf den Lippramsdorfer Spielberichten auf. Lediglich in der Reserve spielte er einige Male mit. So auch beim 8:0 gegen den SV Schermbeck III am vergangenen Sonntag.

„Beruflich hat es mich nach Bayern verschlagen“, sagt der 24-Jährige. Unter der Woche ist er gar nicht mehr in der Heimat, alle zwei Wochen im Schnitt immerhin am Wochenende. „Zum Trainerteam der Reserve habe ich einen guten Draht“, erklärt er. „Die haben mich daher gefragt, ob ich es mir vorstellen kann, da dann weiter zu spielen.“

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Das konnte sich Röer. Zusammen mit seinen Freunden möchte er wenigstens die wenigen Spiele, bei denen er da ist, kicken. Dass es dann gleich im ersten Ligaspiel, bei dem er mitwirken konnte, für einen Viererpack gereicht hat, verwunderte ihn auch ein bisschen. „Ich war total überrascht.“

Vor allem, weil sich dieses Ergebnis in Halbzeit eins nicht andeutet. In einem ausgeglichenen Spiel führte der LSV II zur Pause durch einen Röer-Treffer (29.) mit 1:0. Nach der Pause brach der SVS III aber in alle Einzelteile zusammen. Röer (48., 53., 70.), Luca Tamme Preuß (47., 50.), Florian Wessels (60.) und Christopher Schemmer (81.) schossen die völlig einbrechenden Schermbecker ab.

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Wenn Röer so weitermacht, kann er sich auch mit der Hälfte der Spiele zur Torjägerkanone der Kreisliga B 2 RE schießen. Derzeit führt er die Liste zusammen mit Miguel Quijada Garrido (SuS Hervest) und Linus Poggensee (BW Wulfen II) an – die haben bislang allerdings auch je vier Spiele absolviert.

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