Torwart-Wechsel beim TuS Haltern: Einer kommt aus Ahlen, einer geht den umgekehrten Weg

hzFußball: Regionalliga

Während Tim Oberwahrenbrock von RW Ahlen kommt, übernimmt ein TuS-Torwart die vakante Stelle in Ahlen. In der vergangenen Hinrunde gehörte der noch zum Stammpersonal der Halterner.

Haltern

, 24.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Er war einer von fünf Neuzugängen, die am Samstag im Testspiel gegen Preußen Münster ihr Debüt für den TuS Haltern gaben: Tim Oberwahrenbrock stand in der ersten Halbzeit zwischen den Pfosten des Regionalliga-Aufsteigers.

Gegen den Drittligisten aus Münster konnte sich der von RW Ahlen gekommene Torhüter gleich gut präsentieren. Schon nach zwölf Minuten verhinderte er mit einer starken Parade die frühe Führung für die Gäste - nicht die letzte gute Aktion des Torwarts.

Erste Gespräche mitte Mai

Seine ersten 45 Minuten im Halterner Tor bezeichnet der 29-Jährige als „soweit ganz ordentlich“. In der vergangenen Saison machte er für Ahlen 21 Spiele. Mitte Mai, eine Woche vor dem Ligaspiel zwischen dem TuS und Ahlen, habe es die ersten Gespräche mit Halterns Sportlichem Leiter Sascha Kopschina und Trainer Magnus Niemöller gegeben.

Gegen den TuS sollte Tim Oberwahrenbrock dann aufgrund der Gespräche nicht im Tor stehen, erinnert er sich. Das letztendlich für den Aufstieg der Halterner entscheidende Eigentor durch Ahlens Andre Witt sah er also nur von der Bank aus. Als RW-Torwart Bernd Schipmann dann aber zur Halbzeitpause verletzt raus musste, kam Oberwahrenbrock doch noch zum Einsatz.

Oberwahrenbrock und Niemöller kennen sich bereits von früher

In der kommenden Spielzeit will der Torhüter „fit bleiben und immer spielen“. Um das zu schaffen, muss er sich gegen Rafael Hester und Alexander Rothkamm durchsetzen. Vom Verein wurde ihm ein offener Torwartkampf versprochen, erzählt er.

Für seinen Wechsel zum TuS Haltern nennt er mehrere Gründe. In der Regionalliga spielen zu können, war einer. Doch auch TuS-Trainer Magnus Niemöller spielte eine wichtige Rolle bei Oberwahrenbrocks Entscheidung. „Ich habe schon unter Magnus in Erkenschwick trainiert“, sagt er. „Das war auch ausschlaggebend.“

Der Trainer selbst freut sich auf einen „sehr verlässlichen Torwart, der uns weiterhelfen wird“. Ebenfalls wichtig war dem 29-Jährigen die Nähe zu seiner Heimat Recklinghausen. Über 50 Kilometer liegen zwischen Ahlen und seinem Geburtsort, in dem er noch heute lebt. „Die Fahrerei war enorm“, sagt er.

Auch Halterns Stephan Tantow steht in der kommenden Saison für einen anderen Verein im Tor. Während Tim Oberwahrenbrock von Ahlen zum TuS geht, wird Tantow in die andere Richtung wechseln. Der 29-Jährige war in der Hinrunde der Stammtorwart der Halterner gewesen, hatte die Rückserie dann aber verletzungsbedingt verpasst. Erst im vergangenen Sommer war er von Preußen Münster II in die Stauseekampfbahn gewechselt.

Ahlens Trainer spielte eine wichtige Rolle

„Das ist ein blitzsauberer Junge“, sagt Sascha Kopschina, sportlicher Leiter des TuS Haltern. „Stephan hat immer den Anspruch, zu spielen und auch in einer Wettbewerbssituation die Nummer eins zu sein. Da ist er auch ganz offen und ehrlich. Das Bekenntnis konnten wir ihm vom Verein her nicht geben.“

Torwart-Wechsel beim TuS Haltern: Einer kommt aus Ahlen, einer geht den umgekehrten Weg

Vor wenigen Wochen jubelte Stephan Tantow (l.) mit dem TuS Haltern noch über den Regionalliga-Aufstieg. Nun geht er nach Ahlen. © Christopher Kremer

„Nach der Rückrunde ist es für mich einfach Zeit für einen Neuanfang“, sagt der Torwart selbst. Zudem sei es für den Münsteraner schwer, den Mehraufwand, der für die Regionalliga nötig sei, und die Arbeit so zu vereinen, dass er beidem gerecht werde.

Besonders der Ahlener Trainer Christian Britscho habe Stephan Tantow von dem Wechsel überzeugt: „Wir hatten wirklich super Gespräche. Außerdem hat Ahlen einiges vor und will auch aufsteigen.“ Auf die Zeit in Haltern blickt der Torhüter positiv zurück: „Ich kann da wirklich nichts schlechtes sagen. In der Saison habe ich mich sehr wohl gefühlt.“

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