Trotz lediglich vier Punkten: Robin Joemann und der LSV geraten noch nicht in Panik

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Robin Joemann, alteingesessener Spieler des SV Lippramsdorf, erklärt, warum der Saisonstart nicht wie erhofft verlief. Druck verspüren die Lippramsdorfer aber nicht – das hat gute Gründe.

von Niklas Berkel

Lippramsdorf

, 14.09.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit nur vier Punkten aus den ersten fünf Saisonspielen sind die Bezirksliga-Fußballer des SV Lippramsdorf nicht zufrieden. Am Sonntag trifft der LSV auf den Aufsteiger RC Borken-Hoxfeld, der ebenso viele Punkte bislang geholt hat. Ob Robin Joemann und seine Mannschaft da schon Druck verspüren? "Nein, Druck würde ich das nicht nennen", sagt der alteingesessene LSV-Spieler. "Ziel ist es aber schon, die nächsten beiden Spiele gegen die Aufsteiger Hoxfeld und Olfen zu gewinnen."

"Ich habe immer gesagt, dass wir Zeit brauchen werden. Die ersten vier, fünf Spieltage."
Michael Hellekamp, Trainer LSV

Auch sein Trainer Michael Hellekamp gerät noch nicht in Panik. "Ich habe immer gesagt, dass wir Zeit brauchen werden. Die ersten vier, fünf Spieltage", sagt der Trainer. Die Vorbereitung verlief für Hellekamp nicht immer wie erhofft. Verletzungen und Urlauber haben die Trainingsarbeit erschwert. "Da ist klar, dass wir noch nicht im Rhythmus sein können", sagt er.

Dazu kommt, dass der LSV gerade in den ersten Spielen Probleme hatte, sich Chancen zu erspielen. "Wir haben in der Vorbereitung viel Wert auf den Spielaufbau aus der Abwehr gelegt", sagt Joemann. Das Angriffspiel hätten die Lippramsdorfer ein wenig vernachlässigt. "Das korrigieren die Trainer nun." Und der neue Schwerpunkt hat schon Früchte getragen. Im vergangenen Spiel gegen die Sportfreunde Merfeld war der LSV die bessere Mannschaft und erspielte sich eine Vielzahl von Chancen.

Kleinefelds Rückkehr macht Hoffnung

Doch die blieben ungenutzt und so verließen die Merfelder den Platz als glücklicher Sieger. "Der letzte Pass kam nicht genau, oder wir haben die Dinger nicht gemacht", sagt Joemann. Warum das so war? "Uns fehlte so ein bisschen unser Stürmer Henrik Kleinfeld", gesteht er ein. Kleinefeld war so etwas wie die Lebensversicherung der Lippramsdorfer vor dem gegnerischen Tor. "Eigentlich hat er immer um die 20 Tore gemacht", sagt Joemann. Kleinefeld fehlte zu Saisonbeginn verletzt. Im Spiel gegen Merfeld kam er allerdings zur Pause wieder rein. Dass er noch nicht bei Hundertprozent ist, ist klar. Von Spiel zu Spiel sollte der Stürmer aber mehr und mehr wieder ein Faktor beim LSV werden.

"Die Niederlage gegen Merfeld war mehr als unverdient", sagt Hellekamp, "aber ich sehe uns auf dem richtigen Weg." Das sieht auch Joemann so: "Wenn wir so weiterspielen wie gegen Merfeld, werden die Punkte kommen." Dann hätte auch Hellekamp recht behalten mit seiner These, dass der LSV fünf Spieltage brauchen wird, um in Bestform zu sein.

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